Dreamworks: Analyst bewertet Netflix-Deal kritisch

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Wirtschaftsexperten werten die voraussichtliche Zusammenarbeit von Dreamworks Animation mit Netflix als Schwäche des Studios: Für Dreamworks sei die Onlinevideothek die „letzte Zuflucht“.

Obwohl Dreamworks mit dem Pay-TV-Anbieter HBO einen Vertrag bis 2014 abgeschlossen hat, soll das Studio in den vergangenen Tagen eine Zusammenarbeit mit Netflix beschlossen haben. Börsenanalyst Tony Wible teilte am Montagmittag (Ortszeit) in einem öffentlichen Investorenschreiben mit, dass Dreamworks vor großen wirtschaftlichen Problemen stehe. Netflix sei „eine letzte Zuflucht für das Studio“, hieß es.

Wible zeigte sich davon überzeugt, dass HBO den laufenden Vertrag mit Dreamworks beendet habe, weil „andere Studios heutzutage gute Animationsfilme sehr viel billiger anbieten können“. Es sei offensichtlich, dass Netflix dem wirtschaftlich angeschlagenen Studio für dessen Inhalte „keinen besonders hohen Preis gezahlt“ habe, konstatierte der Analyst.

Dreamworks stand aufgrund von schlechten Umsatzzahlen zuletzt unter Druck. Filme wie „Megamind“ oder „Kung Fu Panda 2“ floppten an den Kinokassen. Besonders 3D-Titel, die bei dem Studio für höhere Einnahmen sorgen sollen, enttäuschten zuletzt (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).

Das Unternehmen geriet weiter unter Druck, als der langjährige Vertriebspartner Paramount Pictures vor drei Wochen ankündigte, künftig in EigenregieAnimationskomödien mit geringerem Budget zu produzieren. [dm]

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