EP: „Jüngere Generation zählt mehr Online-Shopper“

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Leipzig – Über den zunehmend gefragten Onlinehandel sprach DIGITAL FERNSEHEN mit Oliver Haubrich, Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Fachhandelskette Electronic Partner.

„Auch wenn sich zunehmend mehr ältere Menschen im Internet bewegen, so zählt die jüngere Generation sicherlich deutlich mehr Online-Shopper“, sagt Haubrich. Dabei will Electronic Partner Internetshopping mit Service-Leistungen des stationären Fachhandels verbinden.
 
DIGITAL FERNSEHEN: In einer aktuellen Studie zum Kaufverhalten im Bereich der Consumer Electronics wird deutlich, dass der Internethandel immer beliebter wird. Mit welchen Maßnahmen reagieren Sie darauf?
 
Oliver Haubrich: Electronic Partner ist es gelungen, Internetshopping mit dem Service-Komfort des stationären Fachhandels zu verknüpfen. Unser EP:Netshop ist aus unserer Sicht in der Form, in der wir die Plattform betreiben, ein einzigartiges Online-Marketing-Instrument für unsere Mitglieder.
 
Ziel des Konzeptes ist es, neue Kundengruppen für unseren EP:Fachhandel zu generieren. Durch die Möglichkeit, die Produkte im EP:Fachgeschäft zu bezahlen oder sich den gewünschten Artikel sogar vom EP:Markenhändler zum Wunschtermin nach Hause liefern und installieren zu lassen, führen wir die online-affinen Kunden in die Geschäfte der EP:Mitglieder. 58 bis 60 Prozent der Online-Shopper folgen dem Konzept und lernen so ihr nächstes EP:Fachgeschäft kennen.
 
DF: Sehen Sie darin eher Chancen oder Nachteile?
 
Haubrich: Der Preisdruck im Online-Bereich ist immens. Dabei lässt sich die Preisgestaltung nicht auf ein stationäres Format übertragen. Allerdings sehen wir in diesem Segment sicher einige Chancen. Einerseits können wir über unser Konzept neue Kundengruppen für den stationären Fachhandel erschließen. Gleichzeitig ermöglicht der EP:Netshop unseren Mitgliedern auch, in Warengruppen seine Endkunden mit seinem Service zu betreuen, die über sein stationäres Sortiment hinausgehen.
 
DF: Denken Sie, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren weiter durchsetzen oder dass die Nachfrage nach persönlicher Beratung eher wieder zunehmen wird?
 
Haubrich: Wir sehen beide Trends. Einerseits werden die Kunden durch die zunehmende Vernetzung immer Internet-affiner. Gleichzeitig steigt die Komplexität der Produkte und der Bedarf an qualifizierter Beratung und Betreuung bei der Installation. Dem entsprechend engagiert sich Electronic Partner in allen Verkaufskanälen. So betreuen wir unsere Endkunden immer mit dem richtigen Format.
 
DF: Was sind die meistgestellten Fragen oder Probleme mit denen Kunden an die Berater herantreten?
 
Haubrich: Die meisten Internetkunden wünschen sich noch immer eine Bezahlung auf Rechnung oder persönlich bei ihrem EP:Markenhändler vor Ort. Dazu benötigen viele Kunde insbesondere bei größeren Geräten einen Liefer- und Installationsservice zum Wunschtermin. Selbstverständlich ist uns auch die Betreuung der Kunden mit ihrem Geräten auch nach dem Kauf sehr wichtig.
 
DF: Nehmen Sie in Ihren Märkten auch einen Unterschied wahr in Bezug auf verschiedene Altersklassen?
 
Haubrich: Auch wenn sich zunehmend mehr ältere Menschen im Internet bewegen, so zählt die jüngere Generation sicherlich deutlich mehr Online-Shopper. Allerdings gibt es auch Produktgruppen, die im Bereich Online-Shopping deutlich beliebter sind als andere. Dazu zählen beispielsweise IT-Produkte, Digital Imaging und MP3.
 
Diesem Trend trägt der EP:Netshop seit letztem Jahr mit einem deutlich erweiterten Angebot Rechnung: Die Lieblingsmusik im MP3-Format, Klingeltöne, Handybilder und Java-Games können Nutzer im EP:Musikdownload-Portal herunter laden. Die gewünschte Datei kommt direkt aufs Handy oder auf die Festplatte. Software ohne Versandkosten bietet der EP:Softwaredownload. Die aktuellen Blockbuster und TV-Serien genießen Zuschauer zum Wunschtermin über den EP:Videoverleih.
 
DF: Herr Haubrich, vielen Dank für das Gespräch. [ar]

Das Interview gibt die Meinung des Interviewpartners wieder. Diese muss nicht der Meinung des Verlages entsprechen. Für die Aussagen des Interviewpartners wird keine Haftung übernommen.

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