Erste 5G-Frequenzen in der Schweiz versteigert

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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In der Schweiz sind die ersten 5G-Mobilfunklizenzen versteigert worden. Das lässt die dortige Staatskasse klingeln. Gelingt dies auch demnächst in Deutschland?

In der Schweiz sind die ersten 5G-Mobilfunklizenzen versteigert worden. 380 Millionen Franken (335 Mio Euro) wurden durch die Auktion eingenommen, wie die Kommunikationskommission am Freitag mitteilte. Die bisherigen Mobilfunklizenzbesitzer waren die erfolgreichen Bieter: Swiss Telecom, Sunrise und Salt. Ein viertes Unternehmen, Dense Air Ltd, ersteigerte keine Lizenz. In Deutschland ist die Vergabe der 5G-Lizenzen im Frühjahr geplant, steht aber noch aus.

Mit der 5G-Technologie können Internetverbindungen bis zu 100 mal schneller als mit 4G-Standard angeboten werden. Damit wird die Digitalisierung vorangetrieben. Unter anderem ermöglicht sie neue medizinische Anwendungen und drahtlose Steuerung von Maschinen. Außerdem kann 5G bei selbstfahrende Fahrzeuge und neuartigen Apps für virtuelle Realität eine wichtige Rolle spielen.

Die Schweiz gehört nach Angaben der Kommission zu den ersten Ländern Europas, die 5G-Lizenzen zur Verfügung stellt. Sie gelten für 15 Jahre. In Deutschland will sich neben den Funknetzbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica auch der Anbieter 1&1 Drillisch um Lizenzen bewerben.

Für fünf Frequenzblöcke mit je fünf Megahertz fanden die Schweizer Behörden keinen Käufer. Dabei handelt es sich nach Angaben der Kommission um zusätzliche Downlinkfrequenzen, die für erhöhte Kapazitäten beim Herunterladen von Daten eingesetzt werden können. Diese Lizenzen sollen später erneut angeboten werden. [dpa]

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20 Kommentare im Forum

  1. Welche 5G Lizenzen und 5G Frequenzen denn? Alle bisher vergeben Frequenzen dürfen für alle Mobilfunktechniken genutzt werden. Eine extra 5G Lizenz wird nicht benötigt.
  2. Man sollte die Bezeichnung 5G Lizenzen und 5G Frequenzen nicht so wörtlich nehmen... ...allerdings ist die Nutzung von Frequenzen (3,5 GHz Band) die erstmalig für Mobilfunk genutzt werden mit 5G durchaus sinnvoll, weil da ja mit null Basisstationen und null Nutzerendgeräten angefangen wird; weshalb sollten die Netzbetreiber da nicht auf 5G setzen? Die Leute müssen sich dafür ohnehin neue Geräte kaufen. Weshalb dann nicht den aktuellsten Standard nutzen? Dazu kommt noch dass das 3,5 GHz Band im TDD-Modus genutzt wird, nicht im FDD-Modus. Und der TDD-Modus von 5G effizienter funktioniert im Vergleich zum TDD-Modus von 4G. Das gilt praktisch für alle EU-Länder + Schweiz. Für Deutschland gilt: Die 700 u. 2100 MHz Frequenzen werden sehr wahrscheinlich im 4G-5G-Dual-Modus genutzt werden; bedeutet 4G u. 5G simultan. In der Schweiz könnten die 2100 MHz Frequenzen auch weiterhin für 3G genutzt werden; die 700 MHz Frequenzen allerdings ebenfalls für 4G oder 5G. Ich konnte auf die Schnelle keine konkrete Aufstellung finden welche Frequenzbereiche insgesamt versteigert wurden. Dabei waren jedenfalls die 700 MHz u. 3,5 GHz Frequenzen.
  3. Fairerweise muss man allerdings sagen das die 700 MHz und 1500 MHz in Deutschland schon bei der letzten Frequenzauktion 2015 vergeben worden sind. Bei den 2100 MHz Frequenzen ist eigentlich sogar eine Triple-Mode Nutzung für UMTS, LTE und 5G denkbar wenn ein Anbieter genug Spektrum bekommt. Sehr viele Länder haben ja UMTS ins 900 MHz Band verschoben so das das 2100 MHz Band komplett frei für LTE und 5G ist, aber Deutschland hat das leider verpasst. Bei 700 MHz denke ich das dieses gleich für 5G genutzt wird, denn um dort LTE und 5G parallel zu nutzen ist das Spektrum viel zu knapp. Zudem würde LTE700 nur von recht wenigen Endgeräten unterstützt.
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