EU-Kommissarin betont Bedeutung des Qualitätsjournalismus

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Politiker haben beim Global Media Forum in Bonn die Bedeutung von Qualitätsjournalismus im digitalen Zeitalter hervorgehoben.

„Nur mit unterschiedlichen Quellen können sich Bürger ihre eigene Meinung bilden“, sagte die EU-Kommissarin für Digitalwirtschaft, Marija Gabriel, am ersten Tag der internationalen Medienkonferenz der Deutschen Welle. Journalisten seien deshalb „diejenigen, die unsere Freiheiten wahren“.

Ebenso betonte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU): „Ohne Medienvielfalt kann es keine freie Diskussion geben.“ Staatsministerin Michelle Mütefering (SPD) sagte, im Zeitalter der Digitalisierung sei es sehr viel schwieriger geworden, Meinungen respektvoll auszutauschen. „Es gibt noch keine Etikette für das Internet.“
 
Gleichzeitig gelinge es Journalisten mitunter nicht mehr, ihre faktenbasierte Berichterstattung gegen Falschdarstellungen durchzusetzen. Oft müsse man eine Lüge nur oft genug wiederholen, dann erscheine sie glaubhaft. Gerade in Krisenzeiten seien simplistische Botschaften für ein großes Publikum oft attraktiver als differenzierte Darstellungen, sagte Müntefering. Eine zentrale Frage sei für sie deshalb: „Wie können wir dafür sorgen, dass die Wahrheit und die Fakten die Oberhand behalten?“ Glaubwürdigkeit sei heute ein Alleinstellungsmerkmal des Qualitätsjournalismus.
 
Das diesjährige Thema des Global Media Forum ist „Global inequalities“ (weltweite Ungleichheiten). Die Deutsche Welle erwartet dazu etwa 2000 Teilnehmer aus 100 Ländern.

[dpa]

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2 Kommentare im Forum

  1. Vielleicht sollte die Kommissarin anstatt einer Pressemitteilung dieses Thema lieber in der Kommission öfter mit den dortigen Parteien debatieren und so ein Zeichen zur Stärkung setzen. PM sind eh nur als Kurzclip-Info für Nachrichtensendungen verwertbar. Denn sowohl PM wie auch Debatten gehen bei der Gesamtbevölkerung meist unter, da sie weder Debatten in Parlamenten verfolgen, noch die PM in den Nachrichten richtig verstehen und zur Kenntnis nehmen und wenn, sind sie eh nur verkürzt zerschnitten. Da sind besonders auch die Journalisten selber gefragt mit ihren Sendern und im Besonderen den Nachrichtensendern - die Crux bei uns in Deutschland ist aber, dass wir keinen einzigen brauchbaren Nachrichtensender haben. Und selbst phoenix geht bei den meisten unter, weil sowohl ARD wie auch ZDF für phoenix keine Werbung zur Weiterleitung der Zuschauer zu dem Sender machen. Also wenn man den Qualitätsjournalismus wirklich ernsthaft stärken will, muss die Politik auch dafür sorgen ihn stark zu machen, damit in Nachrichtensendern auch größere, längere und wichtige Debatten aus Parlamenten übertragen werden. Solche PM und sonstige Plädoyers lösen nicht den Umstand, dass der Qualitätsjournalismus weltweit, wie auch hierzulande immer mehr zum Umstand wird. Also nicht nur in Kameras labern, sondern auch im Parlament mit Gesetzesanpassungen und -Verabschiedungen dafür sorgen. Und Journalisten bzw News-Medienhäuser sind auch in der Pflicht darüber mehr zu berichten bzw weit mehr Sendezeit auch besonders für Debatten bereit zu stellen. Wenn ich mir tagesschau24 und die Privaten hier anschaue - und dann wundert man sich über diese Zu- und Umstände? Bei unseren europäischen Nachbarn ist es das Gleiche. Also wenn man ständig über Qualität, Information, Politik, Wirtschaft und Journalismus redet und die reden meist eh nur in Talkrunden untereinander übereinander usw. Also bevor politik immer alles schön redet und allen voran von anderen verlangt, ist sie in der Pflicht voran zu gehen. Journalisten machen keine Gesetze und können nur in dem Rahmen handeln, wie sie es von ihren Chefs der Privatsender und Öffentlich-Rechtlichen Sender und deren Programmplaner zugebilligt bekommen. Dafür ist Politik da. Aber ob man aus dem Hamsterrad wirklich rauskommen will? Vielleicht müssen die Rechten weltweit die absolute Mehrheit erlagen, damit diesen allen Parteien/ Seiten der Ernst der Lage bewusst wird. Geschichte wiederholt sich ständig in Zyklen, aber keiner sieht die Zyklen wieder kommen, weil Merkel und Co alles schön reden und die Journalisten diesen Schönreden nicht genug Fakten der Realität entgegenhalten. Der Hochofen glüht. Das müssen Politik, Journalismus und Wirtschaft doch mal bemerken?! Naja, führt ja eh zu nichts. Man wird es sehen. Kritiker werden nie ernst genommen, bis der Ernst einen selber einnimmt und überkommt. Die Leute merken das und das ist dann kein Wunder wenn man an Journalismus, Politik und Wirtschaft immer mehr zweifelt und die Gesellschaft nicht ernst genommen wird... Blabla, ich überspitze wieder und mal den Teufel an die Wand... Das Leben ist schön...
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