EU-Kommission gibt Microsoft grünes Licht für Skype-Übernahme

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Microsoft darf nach einer Entscheidung der EU-Kommission den Internettelefon-Dienst Skype übernehmen. Die europäischen Wettbewerbshüter genehmigten am Freitag den milliardenschweren Kauf ohne Auflagen.

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Die Übernahme werde den Wettbewerb in Europa nicht behindern, da es ausreichend Konkurrenten – zum Beispiel Google – gebe, teilte die EU-Behörde in Brüssel nach einer Prüfung des Falls mit. Der Windows-Konzern hatte für den populären Anbieter von Telefon- und Videogesprächen im Internet rund 8,5 Milliarden US-Dollar (6,3 Milliarden Euro) gezahlt.
 
Die Übernahme ist der größte Zukauf in Microsofts Firmengeschichte. Und der Preis liegt drastisch höher als die Summen, die bisherige Käufer für Skype auf den Tisch gelegt hatten. Der Telefondienst ist für Microsoft der Schlüssel, um mit den erfolgreichen Rivalen Apple und Google konkurrieren zu können. Der IT-Gigant Microsoft, dessen größtes Geschäft nach wie vor das Betriebssystem Windows und die Office-Büroprogramme sind, versucht schon seit Jahren, mit Milliarden-Investitionen neue Geschäftsbereiche zu erschließen.
 

Bei Skype können Nutzer untereinander kostenlos über das Internettelefonieren, auch mit Videoübertragung. Geld verdient das Unternehmenvor allem mit günstigen Anrufen in das herkömmliche Telefonnetz. DerDienst hat nach eigenen Angaben mehr als 660 Millionen registrierteNutzer weltweit. Microsoft hatte zuletzt nur noch 170 Millionen aktiveKunden genannt. Skype hatte im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von auf860 Millionen Dollar einen Verlust von 7 Millionen Dollar gemacht. AufSkype lasten Schulden.
Der IT-Gigant Microsoft standjahrelang im Fokus der Brüsseler Kartellwächter: In mehreren Verfahrenging es um die dominierende Stellung des Windows-Betriebssystems. DieEU-Kommission verhängte gegen Microsoft mehrfach hohe Bußgelder. ImFrühjahr hatte Microsoft seinerseits über die Benachteiligung seinerSuchmaschine Bing durch den Marktführer Google bei der EU geklagt. [dpa/js]

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