EU-Kommission will LinkedIn-Übernahme prüfen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Microsoft ließ sich die Übernahme von LinkedIn mehrere Milliarden Dollar kosten, die US-Behörden haben den Deal bereits abgesegnet. Nun will jedoch auch die EU-Kommission den Handel genauer unter die Lupe nehmen.

Die Sicherung eines fairen Wettbewerbs nimmt die EU-Kommission sehr ernst und ist dabei auch bereit, sich mit den Größen der Branche anzulegen, wie die Überprüfungen von Googles möglichem Marktmachts-Missbrauch und der Forderung nach Steuernachzahlung gegen Apple belegt. Nun ist ein weiterer US-Konzern ins Visier von Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager geraten. Diesmal will die EU-Kommission die Übernahme von LinkedIn durch Microsoft genauer überprüfen, wie der „Spiegel“ am Freitag berichtete.

Dabei steht besonders die gemeinsame Nutzung von Daten der bisher auf unterschiedlichen Märkten agierenden Unternehmen im Blickpunkt. Diese könnte nach Ansicht der Wettbewerbsbehörde den künftigen Wettbewerb behindern. Allgemein kündigt Vestager zudem an, genauer zu prüfen „ob Unternehmen einzigartige Daten besitzen, die zum Ausschluss von Konkurrenten genutzt werden können“.
 
Im Juni hatte sich der Software-Riese Microsoft die Übernahme von LinkedIn mehr als 26 Milliarden Dollar kosten lassen. Die Akquise des Karriere-Netzwerkes soll dazu beitragen, Microsoft in einen Datenkonzern umzuwandeln. Von den US-Wettbewerbsbehörden hatte der Konzern bereits grünes Licht für die Übernahme bekommen. [buhl]

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