EU plant europaweites Leistungsschutzrecht

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Das in Deutschland umstrittene Leistungsschutzrecht könnte in erweiterter Form bald europaweit greifen. Das von der EU-Kommission erwägte Recht soll für alle Unternehmen gelten, die im Netz Presseartikel nutzen.

Die EU-Kommission erwägt die Einführung eines europaweiten Leistungsschutzrechts für Verleger. „Das würde deren Rolle als Investoren in Inhalte stärken und ihnen eine bessere Verhandlungsposition gegenüber anderen Marktteilnehmern geben“, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Freitag. Laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitag) mit Berufung auf ein internes EU-Kommissionspapier soll das neue Leistungsschutzrecht, anders als bisher in Deutschland, nicht nur für Suchmaschinenbetreiber wie Google, sondern für alle Unternehmen gelten, die Presseartikel im Internet nutzen.

Derzeit sind laut der EU-Kommission zudem Vorschläge für eine umfassende EU-Urheberrechtsreform in Arbeit. Sie sollen demnach in der zweiten Septemberhälfte präsentiert werden. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssten entsprechenden Vorschlägen der EU-Kommission allerdings zustimmen.
 
Einen Urheberrechts-Aktionsplan hatte die Brüsseler Behörde bereits im Dezember 2015 vorgelegt. Allgemeines Ziel ist es demzufolge, sicherzustellen, dass Menschen in Europa Zugriff auf eine große Bandbreite an Online-Inhalten haben. Gleichzeitig sollen die Rechte etwa von Autoren gestärkt werden. [dpa/buhl]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

2 Kommentare im Forum

  1. Na bitte nicht. Ich frag mich nur, wer hat denn dann den Anspruch auf die Vergütung? Die Zeitungen bzw. deren Onlineangebote, oder die Presseagenturen, denn wenn man mal ehrlich ist sind 80% des Contents denn die Verlage rauspusten doch 1:1 Meldungen der großen Agenturen. Wäre schon armselig, wenn die Verlage dafür dann noch ihren Cent bekommen würden. Mal ganz davon abgesehen das man es europäischen Startups noch schwerer macht in dem Bereich etwas zu machen, während sich die "bösen" US Unternehmen erst mal so richtig schön ausbreiten können und dann irgendwann mal wenn sie ne Europazentrale aufmachen sich auch mal mit dem Mist beschäftigen müssen, dann aber schon so groß sind, dass ihnen das sowieso egal sein kann und sie die entsprechenden Medien dann halt zurecht einfach auslisten.
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