EU will TV-Frequenzen für mobiles Internet reservieren

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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München – Mobiles Breitband-Internet für alle – unter diesem Motto nimmt EU-Kommissarin Viviane Reding am Dienstag die 27 EU-Mitgliedsstaaten in die Pflicht.

Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet, plädiert die Luxemburgerin in einem Strategiepapier für eine besser koordinierte Rundfunkfrequenzvergabe in Europa.

Anlass für den Vorstoß Redings ist der europaweite Technologiewechsel vom Analog- zum Digitalfernsehen bis 2012. Durch die neue Technik brauchen TV-Sender nur ein Sechstel der bisher nötigen Frequenzen. Einen Großteil der frei gewordenen Sendebereiche („Digitale Dividende“) sollen die Mitgliedsstaaten nun einheitlich für drahtloses Breitband-Internet, Handy-TV oder andere Multimedia-Dienste reservieren.
 
Reding sagte „Focus“: „Ich fordere die EU-Staaten auf, diese Chance im Interesse der Bürger zu nutzen.“ Nach Schätzungen der EU beläuft sich der europäische Markt für Drahtlos-Angebote auf 250 Milliarden Euro. [fp]

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2 Kommentare im Forum

  1. ...wie dumm können Menschen sein? Umstellung von Antenen-TV analog, auf DVB-T. Ein analoger Kanal wurde zu 3-4 digitalen TV-Sendern. Das Angebot wurde größer; was woll'n wir mehr? Im Kabel ist zur Zeit noch viel analog. Wird auf DVB-C SD-TV umgestellt wird natürlich Bandbreite frei; KLAR!! Was aber auch klar ist, dass für einen HD-Kanal auch ein analoger TV-Kanal Verwendung findet. Selbst wenn zwei Sender passen würden, wäre auf die Zukunft gesehen nicht genug Platz für's internet via Kabel. Mit Glasfaser wird das sicher noch etwas ander aussehen... das wird die Zukunft bringen. 'n schönen Gruß aus dem Bergischen Land Watz
  2. AW: EU will TV-Frequenzen für mobiles Internet reservieren Die Idee einen Frequenzbereich für zukünftige Anwendungen wie mobilen Internetzugang freizuhalten ist prinzipiell nicht schlecht, aktuelle Techniken wie UMTS oder auch EDGE erreichen ja leider nur eher mäßige Übertragungsraten und sind deshalb nicht wirklich zukunftstauglich. Dass es im Artikel allerdings heißt "sollen die Mitgliedsstaaten nun einheitlich für drahtloses Breitband-Internet, Handy-TV oder andere Multimedia-Dienste reservieren." ernüchtert wieder.
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