Explosion bei Fernsehsender Skai: Waren es Linksextremisten?

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Ein Bombenanschlag auf den Fernsehsender Skai in Athen erschüttert die Griechen. Ermittelt wird auch gegen eine Gruppe, die vor fünf Jahren die Residenz des deutschen Botschafters in Athen attackierte.

Eine starke Explosion hat in der Nacht zum Montag große Schäden am Gebäude des privaten griechischen Fernsehsenders Skai verursacht. Verletzt wurde niemand. Unbekannte hatten den Anschlag rund eine Stunde zuvor telefonisch bei einem anderen Sender angekündigt. Antiterroreinheiten ermittelten in Richtung griechischer Linksextremisten. Unter Verdacht steht dabei unter anderem die linke „Gruppe der Völkischen Kämpfer“. Darauf deute die Art und Professionalität des Sprengsatzes hin, hieß es bei Skai.

Medienberichten zufolge soll es sich um mehr als fünf Kilo explosives Material gehandelt haben. Auf Videos war eine große Rauch- und Staubwolke am Gebäude zu sehen. Anwohner gaben an, die Explosion sei so stark gewesen, dass sie von einem Erdbeben ausgegangen seien. Bilder vom Montagmorgen zeigten Trümmer, Schutt und Scherben in und an dem ursprünglich fast vollständig verglasten Bürogebäude.


Die Gruppierung der „Völkischen Kämpfer“ hatte unter anderem vor fünf Jahren die Verantwortung für einen Anschlag auf die Residenz des deutschen Botschafters in Athen übernommen. Damals hatten vier Vermummte mit Sturmgewehren auf das Haus geschossen, verletzt worden war niemand. Die Gruppierung soll in den vergangenen Jahren außerdem für Anschläge auf die israelische Botschaft, die Parteizentrale der konservativen Partei Nea Dimokratia sowie auf das Athener Landgericht verantwortlich gewesen sein.

[dpa/tk]

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