Fernseh-Hersteller vom WM-Geschäft enttäuscht

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Das WM-Geschäft läuft für die Hersteller von Flachbildfernsehern schlechter, als sich die Branche dies im Vorfeld erhofft hat.

Laut den Marktforschern von Witsview liegt dies vor allem an dem geringen HD-Programmangebot.

Für die relativ zurückhaltende Nachfrage macht das auf den Display-Markt spezialisierte Unternehmen die zu geringe Anzahl an Sender verantwortlich, die die WM im HD-Signal übertragen. Nur elf Kanäle in sechs Ländern strahlen die WM im hochauflösenden Fernsehen aus.
 
Die WM-Partien gab es nur in Brasilien, Deutschland, Japan, Südkorea, Schweden und den USA in HD zu sehen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die WM in HD europaweit mit Ausnahme das Testprogramms der BBC ausschließlich im Pay-TV läuft.
 
Ein weiterer von Witsview genannter Grund für die enttäuschende Nachfrage sind die Probleme mit den HD-Set-Top-Boxen, die für den wichtigen deutschen Markt verspätet in den Handel kamen. Darüber hinaus können die neuen Fernseher ihre Stärken nur bei HD ausspielen, beim normalen PAL-Signal hingegen sind die neuen Geräte den althergebrachten Röhrenfernsehern häufig qualitativ unterlegen.
 
Doch nicht nur bei den Flachbildfernseher-Herstellern ist man mit dem WM-Geschäft leicht unzufrieden, auch der Einzelhandel hatte wohl teilweise zu ambitionierte Erwartungen an die WM. Wie ein Sprecher des Branchenverbands für den Einzelhandel HDE mitteilte, „hat nicht der gesamte Einzelhandel von der WM profitiert.“ Weite Teile wären von der WM unberührt geblieben, einige sogar negativ betroffen, sagte der Sprecher weiter. (fr/ ddp)[lf]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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