Frankreich erwägt Gebührensystem wie in Deutschland

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Frankreich strebt ein Rundfunkgebührensystem an, welches der ab dem kommenden Jahr in Deutschland geltenden Haushaltsabgabe gleichen soll. Bisher werden Computer der französischen Bevölkerung nicht erfasst, das soll sich nun ändern.

Die französische Regierung will mit einem ähnlichen Gebührenmodell wie die ab 2013 in Deutschland geltende Haushaltspauschale auch Computerbesitzer zur Kasse bitten, berichtete die britische Tageszeitung „Guardian“ (Montag). Damit sollen auch Haushalte erfasst werden, die über kein Fernsehgerät verfügen, allerdings einen Computer oder Tablet besitzen, mit welchem sich Radio- und TV-Angebote zumindest potenziell nutzen lassen.

Statt einen Extra-Beitrag zu verlangen, soll es nach dem Willen vonFrankreichs Kulturministerin künftig auch in Frankreich eine Pauschalegeben, die jeder Haushalt entrichten muss. Derzeit bezahlen die Franzosen jährlich eine Rundfunkgebühr in Höhe von 125 Euro, welche den öffentlich-rechtlichen Radio- und TV-Sendern zugutekommt.
 
In Deutschland wird das neue Gebührenmodell im kommenden Jahr eingeführt. Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird dabei aufgesetzlicher Grundlage von der geräteabhängigen Rundfunkgebühr auf dengeräteunabhängigen Rundfunkbeitrag umgestellt. Ab dem 1. Januar 2013 gilt die Regel: Eine Wohnung – ein Beitrag. Wieviele Personen in einer Wohnung leben und wer seit wann welche Geräte zuwelchem Zweck bereithält, spielt bei der Gebührenerhebung künftig keineRolle mehr. [rh]

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73 Kommentare im Forum

  1. AW: Frankreich erwägt Gebührensystem wie in Deutschland Hmm. Frankreich plant schon seit 2008, die PCs auch gebührenpflichtig zu machen. Ist also im Grunde nichts neues... In Frankreich wird die Rundfunkgebühr, übrigens mit der "Grundsteuer" eingezogen. Was im Grunde ja der Haushaltsabgabe zumindest ähnlich ist. Im Grunde ändert sich für die Franzosen eh nicht so viel. Schon jetzt sind alle Geräte gebührenpflichtig, die die MÖGLICHKEIT haben, ÖRR Sender anzeigen zu können gebührenpflichtig. Egal ob die einen Tuner haben oder nicht. So z.B. auch Computermonitore und sogar DVD oder BluRay Player .
  2. AW: Frankreich erwägt Gebührensystem wie in Deutschland Hmm, wie wäre es mit informieren? Die Franzosen haben keine 2 unabhängigen Hauptanstalten. In Frankreich übernehmen z.B. Sendungen die hier Phoenix zeigt, die Parlamentskanäle die von den Steuern direkt bezahlt werden und nicht von der Rundfunkgebühr. Dazu kommt, dass die Franzosen dank der Sprache Französisch (genauso wie die BBC mit English), beim Verkauf von Sendungen um einiges besser gestellt sind. Dazu kommt, dass in Frankreich nur behinderte Menschen von der Rundfunkgebühr befreit sind. In Deutschland z.B. auch sozial Schwache Menschen. Außerdem gibt es in Frankreich auch sowas wie die GEZ nicht, da es dort sozusagen das Finanzamt nimmt und somit um einiges weniger kostet. Man kann andere Länder nunmal nicht immer 1:1 mit Deutschland gleichsetzen. In Deutschland wird es allein, wegen der Föderation und somit den Dritten Anstalten um einiges teurer, als in anderen Ländern die in dem Punkt nunmal nicht so ausgeprägt sind. Mal davon abgesehen, die Aussage "reicht immer noch nicht", trifft ja auch auf die Franzosen zu. Deswegen gibt es ja die neuen Überlegungen . Im übrigens gibt es auch in Frankreich einen Inflationsausgleich für den ÖRR. Mehr gab es für den Deutschen in den letzten 3 Erhöhungen auch nicht .
  3. AW: Frankreich erwägt Gebührensystem wie in Deutschland Wenn die französische Regierung der Meinung ist, man könne damit noch ein paar Euro aus den Menschen im Land zusätzlich herausquetschen - macht mal schön. Ich freue mich jetzt schon auf die Proteste, Hackerangriffe und Straßenschlachten. Denn darauf wird es hinauslaufen. Frankreich ist nicht Deutschland. Franzosen wehren sich deutlich spürbarer als Deutsche. Das ist nun einmal so.
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