Frequenzen für Internet per Funk werden versteigert

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Nachdem die erste Ausschreibung im März dieses Jahres zu keinem Ergebnis gekommen war, weil das Interesse an den 3,5-GHz-Frequenzen für den Wimax-Standard so groß war, hat die Bundesnetzagentur jetzt die Richtlinien für eine neues Vergabeverfahren vorgelegt.

Ziel der Bundesnetzagentur ist es, die Wimax-Frequenzen noch in diesem Jahr zu vergeben.

Demzufolge sollen die Frequenzen demnächst versteigert werden. Dafür hat die Bundesnetzagentur die Fläche Deutschlands in 16 Regionen aufgeteilt. Die Auktion wird für jede Region einzeln ablaufen, auch können sich mehrere Unternehmen zu Konsortien zusammenschließen und gemeinsam bieten. Dies ist vor allem für Unternehmen von Vorteil, die nicht das vollständige Frequenzspektrum benötigt. Somit ist es möglich, regionale, überregionale und bundesweite Wimax-Dienste anzubieten.
 
Darüber hinaus sind die bietenden Unternehmen dazu verpflichtet, in den Regionen, in denen sie den Zuschlag erhalten haben werden, bis 2009 eine Versorgung von 15 Prozent zu gewährleisten und bis 2011 dann 25 Prozent der Fläche zu bedienen. Die Mindestgebote für die verschiedenen Frequenzpakete in den Regionen liegen zwischen 720000 Euro in Mecklenburg-Vorpommern und 2 645 000 Euro in Südbayern.
 
Das erste Vergabeverfahren ist, wie DIGITAL FERNSEHEN berichtete, aufgrund der überwältigenden Nachfrage im März eingestellt worden.
 
Wimax steht für Worldwide Interoperability for Microwave Access und bezeichnet einen sehr leistungsfähigen Standard für regionale Funknetze. Technisch möglich wären Bandbreiten von mehr als 100 Mbit pro Sekunde, angestrebt werden Werte um die 70 MBit pro Sekunde. Damit ist Wimax sowohl V-DSL als auch dem jetzigen Funkübertragungsstandard W-LAN haushoch überlegen. Dies gilt im Beug auf W-LAN auch für die höhere Reichweite von bis zu 50 Kilometern. [lf]

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