Für den Flüchtlingssender Deutsche Welle

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Zwar haben ARD und ZDF die Forderungen der Politik nach einem Flüchtlingssender nicht erfüllt, dafür bereichern sie das Programm von Deutsche Welle Arabia, so unter anderem mit der „Lindenstraße“ – eine Kooperation, die auch in Zukunft fortgesetzt werden soll.

Nach dem Flüchtlingsstrom im letzten Jahr hatten Politiker auch von den Medien Konsequenzen gefordert und sich einen Flüchtlings-TV-Sender gewünscht. Während ARD und ZDF diesen Forderungen eine Absage erteilten, brachte die deutsche Welle einen solchen Flüchtlingssender an den Start, der zur Integration von Geflüchteten beitragen soll. Für Deutsche Welle Arabia waren ARD und ZDF auch bereit, einen Teil ihrer Inhalte beizusteuern. Damit gingen die Fernsehanstalten eine erfolgreiche Kooperation ein, die auch in Zukunft weiter fortgesetzt werden soll.

„Die Deutsche Welle hat mit den Landesrundfunkanstalten und dem ZDF zuverlässige Partner, die attraktive Inhalte auch für Menschen im Ausland bieten“, resümierte Peter Limbourg, Intendant der Deutschen Welle, am Donnerstag auf der Pressekonferenz nach der ARD-Intendantensitzung in Bonn. So läuft seit dem Frühjahr auf Deutsche Welle Arabia auch der ARD-Sonntagsdauerbrenner „Lindenstraße“ mit arabischen Untertiteln.
 
Auch an Zulieferungen für das Kinder- und Informationsprogramm mangelt es nicht. Die Angebote der ARD-Landesrundfunkanstalten ergeben dabei einen „wichtigen Baustein im Programm der Deutschen Welle für ihren Auslandsauftrag – insbesondere für Flüchtlinge, die ohne Sprachkenntnisse nach Deutschland kommen“, wie MDR-Intendantin und ARD-Vorsitzende Karola Wille am Dienstagnachmittag in Bonn erklärte. „Sie erhalten so in ihrer Muttersprache wertvolle Einblicke in unser Land und das Leben der Menschen hier.“
 
Durch die Zulieferungen von ARD und ZDF will sich Deutsche Welle Arabia zu einem vollwertigen Informations- und Integrationsangebot für Flüchtlinge entwickeln, im Dezember war der arabischsprachige Sender durch die Aufschaltung über Astra auch hierzulande empfangbar gemacht worden. [kw]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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