Für den Nachwuchs: Bündnis fordert neuen Jugendmedienschutz

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Ob Smartphones, Spielkonsolen oder der PC – die Medien spielen bei Kindern heutzutage schon früh eine Rolle. Ein Bündnis sieht die Jugend aber in der Medienlandschaft unzureichend geschützt und fordert eine umfassende Reform des Jugendmedienschutzes.

Spielkonsolen, Fernsehen, TV, Smartphone und Internet: Kinder kommen heutzutage sehr früh mit Medien in Berührung – und das in immer vielfältiger Art und Weise. Auch der Gesetzgeber hat sich den altersgerechten Umgang mit den Medien auf die Fahnen geschrieben und diesen im Gesetz festgeschrieben. Doch ist der gesetzlich geregelte Jugendschutz im Zuge des technologischen Wandels noch zeitgemäß? Eine Initiative, der die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e. V (BIU) und das Deutsche Kinderhilfswerk angehören, hält die derzeitigen gesetzlichen Grundlagen für veraltet und fordert eine grundlegende Reform des Jugendmedienschutzes.

So hält der Jugendschutz mit dem veränderten Medienangebot und der gewandelten Mediennutzung nach Auffassung des Bündnisses nicht mehr stand. Größter Kritikpunkt ist dabei die Uneinheitlichkeit: Unterschiedliche Medien unterliegen unterschiedlichen Gesetzen, die sich nach dem Verbreitungsweg der Trägermedien unterschieden. Auch die Zuständigkeit sorge beim Jugendschutz für Verwirrung, einmal mehr sorge die Aufgabenverteilung zwischen Bund und Ländern für Unklarheiten. So sei der Schutz des Nachwuchses nur noch in der Theorie gegeben, in der Praxis greife er viel zu kurz.
 
Das Bündnis fordert daher die Bundesregierung dazu auf, noch in dieser Legislaturperiode einen neuen Jugendmedienschutz auf den Weg zu bringen, der die uneinheitliche Aufgabenverteilung beendet. „Stattdessen muss Jugendmedienschutz künftig einheitlich, konvergent, verständlich sein, um dadurch auch international anschlussfähig zu werden“, fasst das Bündnis seine Forderungen zusammen. „Nur so könne der Jugendmedienschutz in Deutschland zukunftsfähig gestaltet werden.“[kw]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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