Für Sky ist die Plazamedia-Übernahme noch nicht vom Tisch

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Bei Sky geht man weiterhin davon aus, dass die mit Constantin Medien getroffene Vereinbarung zur Übernahme von Plazamedia rechtlich bindend ist. In einem Interview mit der österreichischen Zeitung „Der Standard“ sprach Sky-Manager Euan Smith aber auch über die zukünftige Konkurrenz durch Netflix.

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Sky Deutschland ist weiterhin an der Übernahme der TV-Produktionsgesellschaft Plazamedia interessiert, welche unter anderem die Fußballübertragungen für den Pay-TV-Konzern produziert. Dies machte Euan Smith, Senior Vice President für Produkte und Kundenservice bei Sky Deutschland, in einem Interview mit der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“ deutlich. Der Plazamedia-Mutterkonzern Constantin Medien hatte zuletzt von einem zuvor mit Sky vereinbarten Verkauf seiner Produktionstochter Abstand genommen.

„Wir sind immer noch der Ansicht, dass die Vereinbarung mit unserem Produktionspartner Constantin über den Verkauf von Plazamedia und einen Teil von Sport1 an Sky gültig und rechtlich bindend ist, und uns ist immer noch daran gelegen, den Deal abzuschließen“, erklärte Smith dazu der Zeitung. Man arbeite täglich mit Plazamedia zusammen und hätte nach wie vor ein gutes Verhältnis zu Constantin Medien. Auf längere Sicht wolle man jedoch im Produktionsbereich Flexibilität hinzugewinnen, deshalb prüfe man aktuell alle Optionen.
 
Im Dezember 2013 hatte der Pay-TV-Veranstalter eine Vereinbarung mit Constantin Medien zur Übernehme von Plazamedia geschlossen. Gemäß der Vereinbarung war auch vorgesehen, dass Sky zusätzlich 25,1 Prozent der Anteile von Sport1 übernimmt. Plazamedia hatte dem Geschäft jedoch im Mai überraschend eine Absage erteilt und möchte Plazamedia in Eigenregie weiterführen. Sky-Aufsichtsratschef James Murdoch hatte Ende Juni gegenüber dem „Handelsblatt“ mitgeteilt, dass man sich gegebenenfalls darauf einstellen müsse, Sportübertragungen in Zukunft selbst zu produzieren.
 
Neben der Causa Plazamedia war auch der kommende Deutschlandstart von Netflix Thema das Interviews. Dabei bestätigte Smith allerdings lediglich einmal mehr die Position, die bereits in den vergangenen Monaten seitens Sky in dieser Sache kommuniziert wurde. „Die Menschen kaufen unsere Angebote aus unterschiedlichen Gründen. Wir haben Blockbuster, neue Filme, fantastische Serien, exklusiven Livesport. Netflix basiert auf einem großen Programmfundus, der natürlich weit zurückreicht – aber den haben wir auf unserm Portal Snap auch“, erklärt der Sky-Manager. Man sei selbst wesentlich breiter aufgestellt mit linearen und non-linearen Angeboten und habe die besten Inhalte durch längerfristige Deals gesichert.
 
Ernst nehmen möchte man die neue Konkurrenz aber dennoch. „Wir unterschätzen unsere Wettbewerber definitiv nicht. Sie sind alle ernst zu nehmende, hart kämpfende Anbieter. Aber auch hier gilt: Wenn die Flut kommt, heben sich alle Boote“, so Smith. [ps]

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