GB: Formatwechsel bremst HDTV-Pläne der BBC

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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London – Schon seit längerer Zeit plant die BBC, einen HDTV-Sender über DVB-T zu starten. Nachdem die Kritik der privaten TV-Veranstalter nun etwas abgeklungen ist, dürfte die Einführung nun von den wechselnden Standards verzögert werden.

Bereits 2006 fanden erste Testausstrahlungen über die stationären Antennen statt, die damals von der Londoner Bevölkerung mit großem Interesse aufgenommen wurden. Das große Problem bei DVB-T ist jedoch die begrenzte Übertragungskapazität – für einen HDTV-Sender können vier normale Programme ausgestrahlt werden.

Um dieses Problem zu beheben bietet sich der Einsatz effizienterer Übertragungstechnologien und Komprimierungsstandards an. So überlegt die BBC, Ende des Jahres einen weiteren HDTV-Testlauf, diesmal jedoch im MPEG-4-Standard, zu wagen. MPEG4 komprimiert Videosignale um ein Deutliches leistungsfähiger als der Vorgänger MPEG-2. Dafür müssten sich die Zuschauer jedoch neue Set-Top-Boxen zulegen – eine knifflige Situation, will man doch zunächst nur von 2 bis 6 Uhr morgens in HDTV ausstrahlen.
 
Gleichzeitig steht ein weiterer Standardwechsel an: der bisherige Übertragungsstandard für das digitale Antennenfernsehen DVB-T liegt in einer neuen, deutlich bandbreitenschonenderen Weiterentwicklung vor. Um hier nicht von der technischen Entwicklung überrollt zu werden, will sich die BBC im November auf das weitere Vorgehen in Sachen HDTV über DVB-T entscheiden. [lf]

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