Gekündigten Kathrein-Mitarbeitern soll geholfen werden

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Nachdem die Schließung des Kathrein-Standorts in Nördlingen bekannt wurde, fragen sich die rund 700 Mitarbeiter, wie es Ende April 2016 für sie weitergehen soll. Wirtschaft und Politik sind sich einig, dass ihnen geholfen werden muss. Der Wirtschaftsförderverband hat deshalb jetzt diskutiert, wie das gehen soll.

Vergangenen Dienstag kam die schlechte Nachricht für alle Kathrein-Mitarbeiter in Nördlingen: Ende April 2016 werden sie ohne Job dastehen, weil der Standort schließen muss. Das erschütterte den Wirtschaftsstandort Donau-Ries, weshalb sich Politik, Arbeitsagentur und Kammern einig sind: Den Mitarbeitern muss geholfen werden. Daher hat sich der Vorstand des Wirtschaftsförderverbandes Donau-Ries (WFV) am Wochenende intensiv mit dieser Frage beschäftigt.

Der Vorsitzende des Wirtschaftsförderverbandes Donau-Ries, Landrat Stefan Rößle, erklärte, dass angesichts der Krise eine hohe Solidarität unter den Kathrein-Mitarbeitern zu spüren wäre. Auch die gute Zusammenarbeit des WFV-Vorstands bewähre sich, so Rößle. Der Vorstand vereinbarte, sich regelmäßig zu treffen und gegenseitig abzustimmen, um die Krise zu bewältigen.
 
Auch die Agentur für Arbeit, die Handwerkskammer Schwaben, die Industrie- und Handelskammer Schwaben sowie die Kreishandwerkerschaft haben innerhalb kürzester Zeit reagiert und erste Ideen zusammengetragen, um den betroffenen Mitarbeitern zu helfen. So soll im Februar ein Weiterbildungs-Kurs zur Bürokauffrau starten, zudem werden Fachverkäufer/innen im Bäcker- und Fleischerhandwerk sowie Elektriker gesucht.
 
Die Vermittlung stellt jedoch dennoch eine Herausforderung dar, da viele Beschäftigte eine geringe Qualifikation aufweisen. Daher soll es entsprechende Qualifizierungsangebote geben, beispielsweise Trainingskonzepte zur Anpassungsqualifizierung. Da zunächst ein Überblick über die notwendigen Qualifizierungsbedarfe und -umfänge benötigt wird, arbeiten die Agentur für Arbeit und der Bezirk Donauwörth eng zusammen und planen gemeinsam mit der Werksleitung weitere Schritte.
 
Auch die Auszubildenden bei Kathrein sollen entsprechend ihres Lehrjahres neu vermittelt werden. Für die derzeit etwa 30 Auszubildenden aus den Bereichen Fertigungsmechaniker, Industriekaufleute und Fachlageristen sucht die IHK Schwaben Lösungen und Perspektiven. Die Auszubildenden des neu begonnenen Lehrjahres werden in andere Betriebe vermittelt. [am]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

6 Kommentare im Forum

  1. AW: Gekündigten Kathrein-Mitarbeitern soll geholfen werden ? Alles nur Fließband Arbeiter ? Karton auf, Gerät rein, Karton zu ?
  2. AW: Gekündigten Kathrein-Mitarbeitern soll geholfen werden gering qualifizierte in Deutschland? ja sind wir denn hier in China?
  3. AW: Gekündigten Kathrein-Mitarbeitern soll geholfen werden Es ist nicht das erste mal, dass ein Unternehmen Mitarbeiter entlässt. Ich sage nur Quelle, Schlecker,.. usw...
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