GPRA: Aufregung um Schleichwerbung schadet Branche

0
9
Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
Anzeige

Frankfurt – Die Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) ist der Ansicht, dass die aktuelle Diskussion um Schleichwerbung in der ARD nicht nur den Sendern, sondern auch den Agenturen schadet.

Begriffe wie „Schleichwerbeagenturen“ vermitteln den Eindruck, als wollten sich Agenturen im Auftrag ihrer Kunden Berichterstattung oder Produktnennung im redaktionellen Umfeld erkaufen. Die GPRA verwehrt sich gegen diesen Eindruck. „Für unserer Mitgliedsagenturen gilt: Es gibt eine klare Trennung zwischen Redaktion und Werbung. Bezahlte Berichterstattung wird vom Verband nicht geduldet“, so GPRA-Präsidiumsmitglied Christina Marx. Es gibt eindeutige Richtlinien im Rundfunkstaatsvertrag, wonach Product Placement aus programmatisch-dramaturgischen Gründen erlaubt ist. Kritisch wird es,
sobald eine Gegenleistung oder gar ein Entgelt gezahlt wird.
 
„Natürlich sind die Übergänge manchmal fließend“, räumt Marx ein. Wenn wie in den jetzt aufgedeckten Fällen der Bavaria oder des Studio Hamburgs jedoch Geld gezahlt wird, sind die Grenzen eindeutig überschritten. „Allerdings“, so Marx, „dürfen wir jetzt nicht den Fehler machen, den Zuschauer zu bevormunden. Er kann sehr wohl erkennen, wo versteckte Werbebotschaften platziert werden.“
 
In der aktuellen Diskussion um Schleichwerbung mahnt die GPRA zu Sachlichkeit: Es darf nicht sein, dass die aktuellen Fälle nun im Rahmen der schwelenden Diskussion um öffentlich-rechtliche Gebühren instrumentalisiert werden. Eins muss klar sein: Im Fokus des Beziehungsgeflechts von Sendern, Agenturen und Unternehmen muss stets das Wohl des Zuschauers stehen. [mg]

Bildquelle:

  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

Kommentare im Forum

Die Kommentarfunktion ist noch nicht aktiviert