Grundig entlässt 20 Prozent seiner Mitarbeiter

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Nürnberg – 90 der bisher 450 Grundig-Mitarbeiter werden das Unternehmen verlassen müssen. In Deutschland seien 50 Arbeitsplätze betroffen.

Mit den dann übrig bleibenden Mitarbeitern möchte Grundig den Umsatz im neuen Geschäftsjahr auf 500 Millionen Euro steigern und in die Gewinnzone zurückzukehren.

Dies kündigte das Unternehmen heute in einer Pressemitteilung an. Mit den dann übrig bleibenden Mitarbeitern möchte Grundig den Umsatz im neuen Geschäftsjahr auf 500 Millionen Euro steigern und in die Gewinnzone zurückzukehren.
 
Die Entlassungen sind Teil des vom neuen Grundig-Geschäftsführer Hans-Peter Haase bereits auf der IFA 2006 vorgestellten Sanierungsprogramms „Grundig Plus“. Damals wich der neue Grundig-Chef aber noch den unbequemen Journalistenfragen zu eventuellen Kündigungen aus (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).

Verständlicherweise äußerte er sich viel lieber zu den weiteren Neuerungen bei Grundig, mit denen das fränkische Traditionsunternehmen wieder auf Kurs kommen soll. So setzt Grundig auf moderne HD-Technik und baut LCD-Fernseher mit Full HD (2 Millionen Pixel) und Motion Compensation, einer Technologie zur Vermeidung von Bewegungsunschärfen.
 
Ein weiteres großes Ziel von Haase ist es, die Kooperation mit den Joint-Venture-Partnern aus Großbritannien und der Türkei zu verbessern. Gerade bei den türkischen Partnern von Beko, wo die Grundig-Fernseher gebaut werden, scheint es da noch erhebliche Mängel gegeben zu haben. Deswegen werden Grundig-Fernseher jetzt in dem türkischen Werk auf einer eigenen Produktionslinie gebaut, quasi einer Fabrik in der Fabrik.
 
Auch im Bereich Service im wichtigen Flachbildfernseher-Geschäft hat Grundig nachgelegt: Die Garantiezeit für ausgewählte LCD-Fernseher, die im laufenden Geschäftsjahr verkauft werden, wurde auf drei Jahre ausgeweitet.
 
Zusätzlich strukturiert Grundig derzeit seinen Vertrieb grundlegend um. Dazu wurde der europäische Vertrieb bereits im Oktober von 13 Landesgesellschaften in vier regionale Organisationen überführt. Davon erhofft sich Grundig eine Effizienzsteigerung, sodass schneller auf Veränderungen des Marktes reagiert werden kann. In diesem Zug wird auch die Anzahl der Warenlager von derzeit elf auf fünf reduziert. Parallel dazu werden der Bereich Service und die IT weiter optimiert. [lf]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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