Grundig-Sanierung: Neuer Finanzchef soll’s richten

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Nürnberg – Michael Peterseim ist seit 1. Februar 2007 der neue Chief Financial Officer (CFO) der Grundig Intermedia GmbH. Der 37jährige kommt vom Touristik-Unternehmen Thomas Cook nach Nürnberg.

Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit bei Grundig wird sein, eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur zu schaffen sowie den Sanierungsplan Grundig Plus weiterzuführen und umzusetzen.

„Bei Grundig reizt mich die Herausforderung, ein Traditionsunternehmen wieder auf die Spur zu bringen“, so Peterseim an seinem ersten Arbeitstag. „Ich bin sicher, dass man hier viel bewegen kann und freue mich auf die Erfolgserlebnisse.“ Bei der Tochter des Karstadt-Quelle-Konzerns war Peterseim seit 2003 als Chief Financial Officer für den Bereich International Markets zuständig.
 
Der gebürtige Niedersachse Peterseim hat an der Universität Hannover Physik und Betriebswirtschaftslehre studiert, anschließend am Laserzentrum Hannover gearbeitet und parallel dazu am Max Planck Institut in Garching promoviert. Nach der Promotion wechselte er im Jahr 2000 als Projektleiter zur Unternehmensberatung Roland Berger und betreute Kunden aus der Tourismus- und Airline-Industrie bei Projekten in den Bereichen Corporate Strategy und Corporate Finance.
 
Mit dem Know-how aus der Beratertätigkeit ging Peterseim 2003 zum Reiseanbieter Thomas Cook, um als CFO den Bereich International Markets aufzubauen und das internationale Unternehmensportfolio zu restrukturieren.
 
Die Grundig Intermedia GmbH war im Mai 2004 aus der insolventen Grundig AG hervorgegangen. Damals hat ein Konsortium aus der englischen Vertriebsgesellschaft Alba und dem türkischen Elektronikhersteller Beko die TV-Sparte übernommen. Die Trendwende ist anhand dieses Neufanfangs jedoch bisher noch nicht geglückt.
 
Anfang August 2006 übernahm der frührere Manager der Bosch-Siemens-Hausgeräte GmbH, Hans-Peter-Haase den Geschäftsführerposten – und kündigte ein Sanierungsprojekt mit dem Namen „Grundig Plus“ an. Durch Umstrukturierungen, Kosteneinsparungen, Qualitätssicherung und modernste Technologien soll die Traditionsmarke so wieder zurück an die Spitze. Um dies zu erreichen, hat Haase auch nicht vor weiteren Entlassungen zurückgeschreckt (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). [lf]

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