Handball-Saison abgebrochen

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© Sebastian - Fotolia.com
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Die Handball-Bundesliga hat an diesem Dienstag den Abbruch der laufenden Saison bekanntgeben. Dies zieht weitreichende Konsequenzen nach sich.

Im Gegensatz zum Bundesliga-Fußball ist es für die deutschen Handball-Erstligisten keine Option vor leerem Haus zu spielen – es gibt schlichtweg zu wenig TV-Geld. Folglich wurde heute mitgeteilt, dass Saison 2019/20 abgebrochen wird. Von den 36 Klub der ersten und zweiten Bundesliga sprach sich nur ein Verein gegen die Maßnahme aus.

Die Konsequenzen:

  • Der THW Kiel ist vorzeitig deutscher Meister 2020
  • es gibt keine Absteiger
  • aus der zweiten Liga steigen Coburg und Essen auf
  • Start der Saison 2020/21 ist für September angesetzt
  • es wird ausnahmsweise vier Absteiger geben
  • es wird nächste Saison kein Pokalwettbewerb ausgetragen
  • das Pokal-Final-Four für diese Saison soll jedoch noch absolviert werden
  • auch in der 2. Bundesliga wird es keine Absteiger geben

Der Meistertitel des THW Kiel wurde auf Basis einer Quotientenregel zugesprochen, nach der der Rekordmeister die beste Mannschaft der Saison gewesen ist. Kiel war jedoch auch bis zuletzt ohnehin Tabellenführer.

Liga-Präsident Uwe Schwenker führt auch noch einen anderen Grund als die fehlenden Zuschauereinnahmen an, der ebenfalls gegensätzlich zu den Ansichten der Kollegen vom Fußball erscheint. Laut Schwenker musste sofort eine Entscheidung her, da es seiner Ansicht nach nicht mehr möglich und vor allem auch den Spielern nicht zumutbar gewesen wäre, die Saison sozusagen „auf Teufel komm raus“ zu Ende bringen zu wollen.

Wie mit dem TV-Partner Sky umgegangen wird, ließ die HBL zunächst verlauten. Dem Pay-TV-Anbieter schmerzt der Verlust sicherlich auch, ihm dürfte aber nachvollziehbarer Weise vor allem daran liegen, dass die Fußball-Bundesliga fortgesetzt wird.

Bildquelle:

  • Handball Arena: © Sebastian - Fotolia.com

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