„hart aber fair“: WDR-Chef Buhrow verteidigt Umgang mit AfD

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR), Tom Buhrow, hat den Umgang seines Senders mit der AfD in einer umstrittenen „hart aber fair“-Sendung verteidigt.

Die Einladung des AfD-Politikers Uwe Junge und die Moderation von Gastgeber Frank Plasberg hatten nach der Sendung von Montag auf Twitter für heftige Kritik gesorgt. „Die Redaktion hat sich die Einladung sehr gut überlegt. Ich stehe auch hinter der Einladung“, sagte Buhrow bei einer Sitzung des Rundfunkrates am Freitag in Köln.

Bei der Talkshow zum Thema „Aus Worten werden Schüsse: Wie gefährlich ist rechter Hass?“ waren neben dem AfD-Vertreter auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU), Irene Mihalic (Grüne), der Journalist Georg Mascolo sowie der Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler zu Gast.

„Man muss sich ja nur einmal vorstellen, man hätte eine Sendung gemacht über die Zusammenhänge zwischen rechtsextremen Gedankengut und kriminellen Taten ohne die Seite, die man zur Verantwortung zieht, einzuladen.“ Das wäre journalistisch wertlos, sagte Buhrow.

Auch aus den Reihen des WDR-Kontrollgremiums gab es am Freitag deutliche Kritik an der Sendung. Dabei stand jedoch nicht die Einladung der AfD an sich im Fokus, sondern die als zu nachgiebig empfundene Moderation.

WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn erklärte diesen Stil mit der 4-gegen-1-Besetzung der Talkshow, bei der Uwe Junge auf der anderen Seite des Meinungsspektrums als die anderen vier Gäste gestanden habe. Aufgrund dieser Konstellation habe sich Frank Plasberg als Moderator bewusst zurückhaltend verhalten. [dpa]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

4 Kommentare im Forum

  1. Dass jetzt ernsthaft darüber diskutiert wird, dass ein Vertreter einer demokratisch gewählten Partei in eine Sendung des Öffentlich Rechtlichen Rundfunks eingeladen wurde, ist ein echtes Possenspiel. Oder ist es auch die Verärgerung darüber, dass es den anderen Protagonisten bei "Hart aber fair" nicht gelungen ist, trotz Absprachen, den AfD Politker Uwe Junge zu dämonisieren? Immerhin war das Kräfteverhältnis Vier gegen Einen.
  2. Genau dieses Possenspiel spiegelt die deutsche Politik wieder. Eine vom Volk gewählte Partei wird verteufelt... Am liebsten würde man die AFD rausschmeißen, das geht aber nicht sie ist vom Volk gewählt worden....
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