HBO-Vizepräsident: „3D ist tot, 4K wird sich nicht durchsetzen“

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Bob Zitter, Executive Vice-President des Pay-TV-Anbieters HBO, ist in Bezug auf den Erfolg von 4K skeptisch. So sei es fraglich, ob sich viele Zuschauer dafür interessieren würden. Auch 3D fürs Wohnzimmer ist seiner Meinung nach gescheitert.

Während sich Europas Pay-TV-Anbieter wie BSkyB oder Sky Deutschland zuletzt optimistisch über die TV-Zukunft in Ultra HD (auch als 4K bezeichnet) geäußert hatten, ist Bob Zitter, Executive Vice-President beim US-amerikanischen Anbieter HBO, wesentlich skeptischer, was die Durchsetzungsfähigkeit neuer Bildtechnologien beim Zuschauer angeht. Auf dem Connected-TV-Kongress in London sprach Zitter jedoch am Donnerstag nicht nur über 4K, sondern auch über die 3D-Technologie, die seiner Meinung nach beim Fernsehzuschauer klar durchgefallen ist.

Bei HBO sei man dabei von vorn herein skeptisch gewesen, was den Erfolg von 3D-Brillen im Wohnzimmer anbelangt. So habe sich bereits früh abgezeichnet, dass die Zuschauer nicht bereit sind, beim Fernsehen in den eigenen vier Wänden eine 3D-Brille zu tragen. Dem entgegen sei allerdings auch nicht zu erwarten, dass sich 3D-TVs mit autostereoskopischer, also brillenloser, 3D-Darstellung am Markt durchsetzen würden.
 
Auch in Bezug auf Ultra HD äußerte Zitter in London starke Zweifel, ob diese Bildtechnologie überhaupt das Potential habe, sich in den Wohnzimmern durchzusetzen. So hätten in den US nur 25 bis 30 Prozent der Haushalte ausreichend Platz, um ein TV-Gerät aufzustellen, das groß genug sei, um vom Unterschied zwischen Full HD und Ultra HD zu profitieren. Diese maximal 30 Prozent seien für die Programmveranstalter jedoch eine zu kleine Zielgruppe, um auf eine Ausstrahlung in 4K umzusteigen.
 
Sinn machen würde eine Ultra-HD-Auflösung für Zitter jedoch dann, wenn man sie mit autostereoskopischem 3D für eine Full-HD-3D-Darstellung verbinden könnte. Diese Technologie macht sich beispielsweise der Fernseher 55ZL2G von Toshiba zu nutze, der bereits 2012 auf den Markt gekommen ist. In diesem Jahr verzichtet der Hersteller jedoch auf eine brillenlose 3D-Darstellung bei seiner neuen Ultra-HD-Serie. [ps]

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40 Kommentare im Forum

  1. AW: HBO-Vizepräsident: "3D ist tot, 4K wird sich nicht durchsetzen" Schließe mich an. Für eine vernünftige Mehrwertsichtung sind bei 4K Geräte über 60 Zoll erforderlich. Dazu fehlt in vielen Wohnzimmern der Platz. Zu dem sind die wenigsten auf dem Markt befindlichen Geräte 4K fähig und der Normalkonsument wird sich nicht extra einen neuen TV kaufen. 3D - nun gut, es gibt einige Interessenten für die Blu-Rays und für sky 3D, aber es strengt die Augen mehr an, man braucht Brillen und auch nach meiner Erachten lehnen es sehr viele Menschen ab. Gebe Herrn Zitter daher in seiner Meinung Recht.
  2. AW: HBO-Vizepräsident: "3D ist tot, 4K wird sich nicht durchsetzen" Nachdem in Deutschland bei den Kabeler noch soviele Analog Sender angeboten werden, müsste man sagen - Digital TV ist gescheitert, was aber Schwachsinn ist. Da muss man einfach mal abwarten wie es weitergeht. HD Einführung war ja in den Deutsch sprechenden Ländern ein Drama.
  3. AW: HBO-Vizepräsident: "3D ist tot, 4K wird sich nicht durchsetzen" ich glaube auch das sich 3-d auf dauer nicht durchsetzt, in den kister zwar verbaut, aber nutzen tuns sicher nicht viele, die nachteile sind allgemein ja besprochen es gibt sicher welche die es nutzen aber die breite masse hat glaube ich keinen bock drauf und ich hasse diese effekthascherei in den 3d-bildern...
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