Hickhack um Auflagen zur Springer-Fusion

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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München – Die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) und die Axel Springer AG haben noch keine Einigung in Sachen geplanter Fernsehbeirat gefunden, der im Falle einer Übernahme der ProSiebenSat.1-Gruppe den Sender Sat.1 kontrollieren soll.

Die KEK fordert ein Gremium mit rund 30 Vertretern gesellschaftlich relevanter Gruppen, das über Programm und Programm-Mittel bestimmen soll. Der Axel Springer Verlag ist jedoch nicht bereit, für die Übernahme der Fernsehgruppe ProSiebenSat.1 auf die wirtschaftliche Kontrolle eines großen Senders zu verzichten. Grundsätzlich sei Springer mit einem Beirat einverstanden, dieser soll aber nur Qualität und Vielfalt der Sendungen sichern.

Springer werde sich auf eine entsprechende Forderung der Medienaufsicht KEK nicht einlassen, verlautet es aus verlagsnahen Kreisen.
 
Neben der KEK hat auch das Bundeskartellamt Bedenken gegen die Fusion von Springer und ProSiebenSat.1 geäußert, da die Meinungsmacht des Konzerns in Deutschland übermächtig werden könnte. Springer gibt die „Bild“-Zeitung mit einer täglichen Auflage von rund vier Millionen heraus. Die ProSiebenSat.1-Gruppe hat einen Marktanteil von über 20 Prozent. Das Kartellamt hat noch bis zum 20. Januar Zeit, die Fusion zu prüfen. [mg]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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