[IFA 2011] Medienkongress: Es geht um Inhalte, nicht um Sender

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Während des Internationalen Medienkongresses am Rande der IFA war die Verschmelzung von Fernsehen und Internet ebenfalls ein wichtiges Thema. Bei einer Gesprächsrunde waren sich Jörg Pilawa und die ProSieben-Moderatoren Joko und Klaas einig: Der Inhalt, nicht das Medium steht im Vordergrund.

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Im Zentrum der Diskussion am Montagnachmittag in Berlin stand die Frage, wie sehr das Internet klassische TV-Inhalte beeinflusst. Darüber diskutierten Jörg Grabosch von der TV-Produktionsschmiede Brainpool, Tom Sänger, Bereichsleiter Unterhaltung, Show & Daytime bei RTL, sowie die Moderatoren Jörg Pilawa, Klaas Heuer-Umlauf und Joko Winterscheidt. Übereinstimmend betonten die Medienmacher, dass das „emotionale Moment“ über den Erfolg beim Publikum entscheide.

Nicht das Medium zähle, sondern der Inhalt, erklärte Grabosch, der mit Brainpool für TV-Formate wie „TV Total“ verantwortlich zeichnet. Moderator Jörg Pilawa („Rette die Million“) sieht mit den Möglichkeiten des Internets vor allem die Chance, neue Zielgruppen zu erschließen. Die Zuschauer seines Haussenders ZDF könne man aufgrund des höheren Altersdurchschnitts aber meist nur durch Online-Gewinnspiele an das Medium binden.
 
Das Internet sei nach Meinung von Fernseh-Profi Tom Sänger nicht nur als zusätzliche Einnahmequelle zu betrachten, sondern vor allem als weiterer Schritt zu einer weitreichenden Markenbildung, mit der Sender und Formate beim Publikum etabliert werden können. Das Internet ist für ihn die „logische Verlängerung einer TV-Show“. Aber auch der RTL-Vertreter räumte ein, dass es unabhängig vom Medium immer um kreative und gute Unterhaltung gehen müsse.
 
Dem stimmte das Moderatoren-Duo Klaas Heuer-Umlauf und Joko Winterscheidt zu. Die beiden Geischter der ProSieben-Show „17 Meter“ sagten, dass das Programm „fesseln“ müsse. Ein eindeutiges Qualitätsmerkmal gebe es nicht, „man muss hängenbleiben“, sagte Winterscheidt. Abschließend betonten die Teilnehmer der Diskussionsrunde, dass der Wert von Unterhaltung immer von emotionalenMomenten und den dazugehörigen Köpfen abhänge – ganz egal, ob im Internetoder im Fernsehen. [rh]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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3 Kommentare im Forum

  1. AW: [IFA 2011] Medienkongress: Es geht um Inhalte, nicht um Sender Das Medium ist genau so wichtig. Was nützen Inhalte, die nicht beim Interessenten ankommen?
  2. AW: [IFA 2011] Medienkongress: Es geht um Inhalte, nicht um Sender Und was willst Du uns in Deiner indirekten Art damit sagen? Das die meisten Inhalte bei Dir nicht ankommen, oder Du einen anderen Geschmack hast, und uns dies mitteilen willst?
  3. AW: [IFA 2011] Medienkongress: Es geht um Inhalte, nicht um Sender Die falsche Annahme, jeder habe alles, könnte zu fatalen Enwicklungen führen, jedenfalls für den einzelnen...
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