In Algerien und Marokko WM nur für Reiche

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Die WM-Übertragungsrechte für Marokko und Algerien wurden exklusiv an ein saudisches Konsortium verkauft, was für einen Großteil der 30 Millionen Fußballfans bedeutet, auf die WM verzichten zu müssen.

Die staatlichen Sender in Marokko und Algerien haben keine Übertragungsrechte bekommen. Wer trotzdem die Spiele sehen will, muss für 23 Euro einen Decoder kaufen, was für viele Fans finanziell nicht zumutbar ist. Die Menschen sind wütend und stellen sich nun die Frage, wie sie die WM sehen können.

Die Spekulation mit dem Sport und insbesondere mit den Übertragungsrechten sei schwindelerregend und habe einen Punkt erreicht, wo einige wenige, z. B. die FIFA, viel Geld verdienen und die Politik zuschaut, so ein Mitarbeiter des französischen Forschungszentrums CNRS. Für Großereignisse wie Sport würden Abkommen gebraucht, damit die Bilder nicht nur denen zugänglich seien, die auch die nötigen finanziellen Mittel dazu haben.
 
Die Menschen in Marokko und Algerien aber wollen die WM und werden dafür alles unternehmen, sie knacken Decoder und routen Satellitenantennen um. Der algerische Präsident Bouteflika hat seinen Landsleuten bereits seine Solidarität ausgesprochen. [ft]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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