Intel-Chef verspricht nach Chip-Schwachstelle Transparenz

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Intel ließ die Öffentlichkeit lange im Dunkeln bezüglich der Sicherheitsschwachstellen seiner Chips. Das führte zu einem weltweiten Aufschrei. Der bewegt Intel nun zum Umdenken bezüglich seiner Unternehmenskommunikation.

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Nach der Kritik im Zusammenhang mit der jahrelangen Schwachstelle in Computer-Chips hat Intel-Chef Brian Krzanich mehr Transparenz zugesagt. Intel werde häufig über die Verbreitung der nötigen Software-Updates und ihre Wirkung auf die Leistung der Computer veröffentlichen, schrieb Krzanich in einem am Donnerstag veröffentlichten offenen Brief. Außerdem versicherte er, dass der Chipkonzern verantwortungsvoll über neu entdeckte Schwachstellen informieren werde.

Krzanich bekräftigte, dass Intel bis zum 15. Januar Sicherheits-Aktualisierungen für 90 Prozent seiner Prozessoren auf den vergangenen fünf Jahren veröffentlichen werde.
 
Die vergangenes Jahr entdeckte Sicherheitslücke war von Unternehmen der Branche bis Anfang Januar geheimgehalten worden, um sie zu studieren und Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Intel ist stark davon betroffen.
 
Der kleinere Konkurrent AMD räumte schließlich ein, dass auch seine Prozessoren nicht ganz gegen die Sicherheitslücke immun sind. Für eines der beiden von Forschern ausgemachten Angriffsszenarien („Spectre“) könnten auch AMD-Chips anfällig sein, auch wenn die Schwachstelle schwer auszunutzen sei, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Updates der Betriebssysteme und des Microcodes der Prozessoren sollen die Lücke schließen oder eindämmen. [dpa]

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34 Kommentare im Forum

  1. Vielleicht lag es an mir, dass ich diese Nachricht nicht so in den klassischen Nachrichten-Medien mitbekommen hab. Oder die haben diese News wirklich ziemlich spät auf den Schirm bekommen. Komisch nur, dass ich diese News ausgerechnet auf Youtube mitbekommen hab. Nichts desto Trotz bestätigen solche Leaks immer wieder, dass Unternehmen mit Kundendaten oder wichtigen Infrastrukturangelegenheiten und/oder Firmeninterna nicht online sein sollten, sondern in einem autarken abgeschlossenen Firmennetzwerk. Damit würden sich Hacks jeglicher Art erübrigen. Und Onlineangelegenheiten wie surfen und Datenup- wie downloads nur an Onlinegeräten zu machen. Als ob das so eine riesen Investition wäre, für Firmen ein autarkes FA-Netzwerk einzurichten, wenn ich das auch hinbekomme, als Kleinunternehmer. Diesen Leuten ist echt nicht zu helfen, wenn sie gehackt werden. Null Verständnis in Sachen FA-Sicherheit und Betriebsgeheimnissen. "Sicherheit kostet zu viel Geld und mich trifft es ja sicher nicht" - wie manche so denken mögen, dabei kostet das ggf nur einen zusätzlichen Router und Zeit On- wie Offline-Netzwerk neu zu konfigurieren. So eine Nachlässigkeit sollte bestraft werden, da die Unternehmen und deren Zukunftsfähigkeit damit aus Spiel gesetzt werden. Aber die Hacks sind ja schon Strafe genug. Ist nur schlimm, dass die FA-Chefs da nicht das Verständnis aufbringen (wollen), das sie dringen bräuchten.
  2. Wie geht es weiter? Nach dem es bereits Updates gegeben hat stürzen reihenweise die PCs mit ein Bluescreen ab. Auch ist bei einigen Rechnertypen eine Verlangsamung festzustellen die ein flüssiges Arbeiten verhindert.
  3. "Intel-Chef verspricht nach Chip-Schwachstelle Transparenz" ...und meiner verspricht mir schon seit Wochen mehr Geld.
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