Joiz-Geschäftsführer: „Die Zuschauer sind Teil des Programms“

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Am 5. August startet mit dem selbsternannten Social-TV-Sender Joiz ein neues Free-TV-Programm im deutschen Fernsehen. Bei Joiz möchte man dabei vieles anders machen als die etablierten Sender. DIGITAL FERNSEHEN sprach mit Geschäftsführer Carsten Kollmus über die Einbindung der Zuschauer, die Bedeutung von Social Media und die Verbreitungswege zum Sendestart.

Herr Kollmus, Joiz hat seinen Start in Deutschland für den 5. August angekündigt. Was können die Zuschauer erwarten?
 
Carsten Kollmus: Viel. Die Bandbreite reicht von Musik, Fashion, Lifestyle, Celebrities, digitalem Leben, Sexualität bis hin zu Politik- und Umweltthemen. Unser oberstes Credo: Die Zuschauer stehen im Mittelpunkt. Chats, Video-Telefonie und Votings, die in Echtzeit in Live-Sendungen integriert und in Social Networks gepostet werden, sind allgegenwärtig und bestimmen unser Programm. Auch direkt im Studio können Fans ihre Stars bei einzigartigen Live-Performances hautnah erleben.
 
Als Zielgruppe von Joiz wurden bereits im Vorfeld jüngere Zuschauer mit starker Social-Media-Affinität genannt. Wie genau soll die Social-Media-Einbindung zum Sendestart aussehen?
 
Kollmus: Wir nutzen erstmals konsequent die ganze Bandbreite von Social Communities wie Facebook, Twitter, Instagram und Skype für einen TV-Sender. Die Zuschauer können und sollen während der Sendungen mit uns in Kontakt treten. Ihre Kommentare und Fragen holen wir dann live in die Sendung, geben sie an Gäste weiter oder beantworten diese.

Angekündigt wurde mit „Joizone“ unter anderem ein Talk-Format, bei dem sich die Zuschauer interaktiv einbringen sollen. Soll dieses Format, um die Interaktivität zu gewährleisten, live gesendet werden?
 
Kollmus: Das betrifft nicht nur „Joizone“, auch alle anderen Sendungen. „Flirt Kitchen“ beispielsweise wird voraufgezeichnet und ist nicht live. Trotzdem wird interagiert. In der Sendung kochen drei heiße Singlemänner ihr Lieblingsgericht bei sich zu Hause und stellen sich damit der weiblichen Community vor. Während der Ausstrahlung chatten sie live, User und Zuschauer entscheiden: Wer kocht am schärfsten? Diese direkte Beteiligung und Interaktion zieht sich durch alle unsere Formate.
 
Im August soll Joiz vorerst mit fünf eigenproduzierten Formaten an den Start gehen. Haben Sie bereits weitere Ideen in der Pipeline?
 
Kollmus: Ja, wir werden das Programm weiter ausbauen. Beispielsweise arbeiten wir aktuell an einem Politformat. Auch andere Formate sind gerade in der Pilotierung. Leider kann ich Ihnen hier noch keine weiteren Details nennen.
 
Bislang ist bekannt, das Joiz über Satellit, Unitymedia und über Internet-Livestream senden will. Gibt es weitere Verbreitungswege, auf denen Sie zum Start oder zeitnah dannach empfangbar sein wollen? Gibt es bereits Plattformbetreiber mit denen eine Einigung erzielt wurde?
 
Kollmus: Für Satellitenkunden ist Joiz mit dem Sendestart über Astra 19,2 Grad Ost empfangbar. Im digitalen Kabel werden wir ab 5. August 2013 zunächst über Unitymedia Kabel BW auf Programmplatz 111 und auch noch im August digital unverschlüsselt bei Kabel Deutschland auf Programmplatz 124 zu sehen sein. Auch bei Entertain, dem TV-Angebot der Telekom, wird Joiz in Kürze auf Platz 75 zur Verfügung stehen. Im Livestream ist Joiz außerdem über die eigene Webseite und bei Zattoo verfügbar.
 
Vielen Dank für das Gespräch. [ps]

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9 Kommentare im Forum

  1. AW: Joiz-Geschäftsführer: "Die Zuschauer sind Teil des Programms" Anfängergeschwätz. Bis der Kommerz regiert. Wetten? Was soll bei denen auch anders laufen, als bei anderen.....
  2. AW: Joiz-Geschäftsführer: "Die Zuschauer sind Teil des Programms" Die ersten Wochen werden wohl vielleicht ganz gut werden. Anschließend regiert die Werbung und 0190 Spots.
  3. AW: Joiz-Geschäftsführer: "Die Zuschauer sind Teil des Programms" Wenns so bleibt wie in der Schweiz dann bleibt das Programm sehr gut und ohne Dauerwerbung.
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