Journalistenverband plant Beschwerde bei ARD und ZDF wegen WM-Überprüfungen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Berlin – Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) möchte sich bei den öffentlich-rechtlichen Sendern darüber beschweren, dass diese sich nicht gegen die Sicherheitsüberprüfungen für Journalisten bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft gewehrt haben.

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So will DJV-Chef Michael Konken sich in dieser Woche mit dem ZDF-Intendanten Markus Schächter in dieser Sache besprechen, berichtet der evangelische Pressedienst epd. „Ich werde ihm sagen, sein Sender hätte Vorreiter sein und den Druck auf den Veranstalter erhöhen können“, so Konken. In der nächsten Woche folge ein Gespräch mit der ARD, sagte der DJV-Chef.

Die Tageszeitung „taz“ boykottiert die Leichtathletik-WM, da der Veranstalter zwei „taz“-Reportern eine Akkreditierung verwehrte, teilt der epd mit. Beide hatten sich demnach geweigert, einer Überprüfung ihrer persönlichen Daten unter anderem durch den Verfassungsschutz und den Bundesnachrichtendienst zuzustimmen.
 
Die Zeitung und der DJV argumentieren, es gebe keine rechtliche Grundlage für die sogenannte Zuverlässigkeitsprüfung, da eine Bedrohungslage wie etwa eine Terror-Warnung fehle. Mehrere Vertreter anderer Medien äußerten hingegen teilweise heftige Kritik an dem WM-Boykott der „taz“. [ar]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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