Kabelnetzbetreiber gewinnen den Kampf um Bandbreite

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Bonn/Berlin – Die deutschen Kabelnetzbetreiber treiben den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in ihren Netzen erfolgreich voran.

Dies wurde im Rahmen eines Expertenworkshops des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. (Anga) mit mehr als 100 Fachleuten aus der Branche deutlich. Netzbetreiber und Hersteller waren sich einig, dass Investitionen in moderne Infrastrukturen entscheidend sind und dass das Kabel für den zukünftigen Breitbandwettbewerb hervorragend gerüstet ist.
 
Thomas Braun, Präsident der Anga, gab einen Ausblick auf das Kabel-Jahr 2009: „Unsere Kabelbranche befindet sich deutlich im Aufwind. Mit großer Angebotsvielfalt, hoher Leistungsfähigkeit und einem Rundum-Service für den Endkunden sichern die Kabelnetzbetreiber ihre sich stetig verbessernde Position im Wettbewerb der Infrastrukturen.“
 
Im Rahmen des Anga-Workshops präsentierten ADC Krone, Alcatel-Lucent, Blankom Digital, Cisco, Teleste und Wisi Communications wie die Kabelnetzbetreiber auch in Zukunft den Wettbewerb um die höchste Bandbreite gewinnen können. Mit der Einführung von Docsis 3.0, dem IP-Standard für Kabelnetze, werden innerhalb der nächsten zwei Jahre Übertragungsraten von bis zu 300 Mbit/s pro Teilnehmer möglich. Dies kann auf der bestehenden Kabelinfrastruktur geschehen, wobei mit steigender Kundenakzeptanz die Glasfaser immer tiefer in die Netze vorangetrieben wird.
 
„Dabei verfügt das Kabel über einen entscheidenden Vorteil bei der Refinanzierung: Die vollständigen Investitionen in die Erweiterung der Kapazitäten werden erst dann notwendig, wenn bereits eine ausreichende Zahl von Kunden gewonnen wurde. Dank DOCSIS 3.0 können diese Dienste sowohl über die heutigen Koaxialnetze als auch über durchgängig auf Glasfaser basierenden Netzen realisiert werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Anga.
 
Die heutigen Kabelnetze stellen die Grundlage für profitables Wachstum bis weit ins nächste Jahrzehnt dar. Sie seien somit mehr als eine vollwertige Alternative auch zu VDSL-Netzen. Carsten Engelke, Technischer Direktor der Anga und Moderator zum Ergebnis des Workshops: „Mit der neuen Glasfasertechnologie ‚RF over Glas‘ können sowohl analoge als auch digitale Dienste auf den Kabelnetzen angeboten werden. Mit der zusätzlich hohen IP-Bandbreite sind die Netze sogar schon bereit für IPTV.“
 
Da „Deep Fibre Penetration“ eine herausragende Rolle für die Weiterentwicklung der europäischen Kabelbranche zukommt, wird das Thema auch im Rahmen der nächsten Aanga Cable, Fachmesse für Kabel, Breitband und Satellit (vom 26. bis 28. Mai 2009 in Köln, www.angacable.de) Gegenstand mehrerer Fachpanels sein. [mg]

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