Kausch und Frauenknecht bilden neues NDR-Nachrichtenduo

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Ellen Frauenknecht und Thomas Kausch sind die neuen Nachrichtengesichter der NDR-Regionalnachrichten. Der Norddeutsche Rundfunk bestätigte damit am Donnerstag die Berufung des früheren Sat-1-Nachrichtenchefs.

Das neue Magazin „NDR aktuell“ wird montags bis freitags täglich um 21.45 Uhr live aus Hannover gesendet. „Ich freue mich, dass wir für die Präsentation unseres neuen, auf Norddeutschland ausgerichteten Nachrichtenangebots zwei glaubwürdige und sympathische Profis gewinnen konnten“, sagte NDR-Intendant Lutz Marmor bei der offiziellen Vorstellung am Vormittag.

„Ellen Frauenknecht und Thomas Kausch werden im wöchentlichen Wechsel kompetent und pointiert durch die Sendung führen.“ Derzeit  werde mit Hochdruck auf den Starttermin hingearbeitet, so Marmor. „Im Mai beginnen die Probesendungen im Studio in Hannover, ab 6. Juni wird es ernst!“ Einzelheiten zum Konzept des neuen Nachrichtenmagazins für den Norden will der NDR Ende Mai bekanntgeben.

Der 48-jährige Kausch war zwischen 1985 bis 1990 als Radio- und Fernseh-Reporter beim WDR. Danach berichtete er für den ARD-Hörfunk und den Deutschlandfunk aus New York, 1992 wechselte er in das New Yorker ZDF-Studio. Thomas Kausch berichtete aus vielen Krisen- und Kriegsgebieten in Afrika und im Nahen Osten und war Südosteuropakorrespondent des ZDF in Wien. Von 2001 bis 2004 moderierte er die Nachrichtensendung „heute nacht“. Danach arbeitete er als Informationschef und Anchorman bei Sat 1.

Seine Kollegin Ellen Frauenknecht (33) berichtet seit 2007 regelmäßig in der ARD von der Frankfurter Börse. Auf Sendung ist sie unter anderem in der
„Tagesschau“, im Morgen- und Mittagsmagazin, bei Phoenix und auf Eins Extra. 1999 begann sie ihre Karriere als Anchor und Producer für den Nachrichtensender Bloomberg TV. 2004 zog es Ellen Frauenknecht nach Frankfurt, wo sie als Deutschland-Korrespondentin von CNBC Europe arbeitete. Bis 2010 war sie dann auch bei DW-TV im Einsatz.
 
Im Vorfeld war die Planung für „NDR Aktuell“ auf Kritik gestoßen. Durch die Einführung der Nachrichtensendung verschieben sich die Sendeplätze von Programmen wie „Extra 3“, „Panorama – Die Reporter“, „Menschen und Schlagzeilen“, der „Tatort“ oder „Die Reportage“. Kritiker bemängeln, dass mit dem Start Anfang Juni die Zuschauer vor der Sommerpause nicht die Möglichkeit hätten, sich an das neue Sendeschema zu gewöhnen. Quoteneinbrüche werden befürchtet.
 
Ebenfalls in der Kritik steht der Produktionsort Hannover, obwohl der Nachrichtenschwerpunkt der ARD-Anstalt in Hamburg liegt. NDR-Intendant Lutz Mamor verteidigte den Standort Niedersachsen. Als größtes der an der Vier-Länder-Anstalt beteiligten Bundesländer habe es ein Anrecht darauf, dass ein Teil des Programms dort produziert werde. [ar]

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