Kein Durchbruch von HDTV zur WM 2006

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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London/Berlin- Obwohl zahlreiche europäische TV-Sender die Fußball-Spiele in HD-Qualität ausstrahlen werden, können bis jetzt nur wenige die Programme mit ihren Geräten auch darstellen.

Wie DIGITAL FERNSEHEN bereits berichtete (16. März), haben die Pay-TV-Anbieter erst angefangen, HDTV-fähige Set-Top-Boxen auszuliefern, wodurch sich der durchschlagende Erfolg des HD-Standards verzögert, sich aber langfristig dennoch auf jeden Fall durchsetzen soll.

Wie eine aktuelle Studie von Goldmedia und Screen Digest prognostiziert, rechnet man In Deutschland bis 2010 mit rund 10,5 Mio. HD-Fernsehern, allerdings nur mit maximal drei Mio. tatsächlichen HD-Nutzern.
 
Insgesamt liegt Europa mit der Verbreitung von HDTV deutlich hinter den USA und Japan zurück. Ende 2005 waren bereits 19 Mio. bzw. 17 Prozent der Haushalte in den Vereinigten Staaten mit der neuen TV-Technik ausgerüstet, in Japan immerhin 14 Prozent.

Das liege daran, dass beispielsweise in den USA die Integration von HD-Technologie in alle TV-Geräte gesetzlich vorgeschrieben wurde. Die Verbreitung würde zudem überall dort schneller vorankommen, wo es starke Pay-TV-Player gibt. Aufgrund des umfangreichen Free-TV-Angebots ist die Entwicklung in Deutschland und Österreich langsamer.
 
Für 2010 werden der Studie zufolge weltweit 174 Mio. HD-fähige Haushalte erwartet. In den USA sollen dann 59 Prozent, in Japan 66 Prozent und in Europa rund 30 Prozent der Haushalte das hochauflösende Format nutzen. Bislang kann HDTV in insgesamt zwölf verschiedenen Ländern empfangen werden, darunter auch Deutschland und Österreich. [sch]

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