Kika-Affäre: MDR droht teures Nachspiel – ZDF prüft Klage

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Dem MDR droht als federführender Instanz beim öffentlich-rechtlichen Kinderkanal möglicherweise ein teures Nachspiel. Laut Medienberichten erwägt das ZDF im Zuge der Veruntreuung von Millionenbeträgen durch einen ehemaligen Produktionsleiter eine Schadenersatzklage gegen die ARD-Anstalt.

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Auf dem Mainzer Lerchenberg vertreten die Verantwortlichen die Auffassung, die Gelder seien durch die Betrugshandlungen beim Kika „zweckentfremdet“ worden. Damit stehe eine Rückerstattung des geleisteten Finanzierungsanteils im Raum. Ein ZDF-Sprecher betonte gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagsausgabe) allerdings, man habe noch keine konkreten Forderungen gestellt und befinde sich über mögliche Konsequenzen noch in Gesprächen mit dem MDR.

Ungemach droht dem Mitteldeutschen Rundfunk auch von anderer Seite. Nach Informationen des Blatts kommt die Versicherung des Senders möglicherweise nicht für den entstandenen Schaden in Höhe von rund 9 Millionen Euro auf, den der frühere Herstellungsleiter des Kika durch fingierte Scheinrechnungen erschlichen hatte. Derzeit befinde man sich in Vergleichsverhandlungen mit dem Versicherer. Eine verbindliche Ablehung liege allerdings noch nicht vor, zitierte die „SZ“ eine Senderverantwortliche.
 
Der früherer Mitarbeiter war bereits im Juli zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Er galt als spielsüchtig und hat die Millionenbeträge nach eigenen Angaben im Casino durchgebracht (DIGITALFERNSEHEN.de berichtete). [ar]

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