Kinobranche: Einbruch bei Ticketverkäufen dauert an

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Die Kinobranche hat auch zu Beginn des dritten Pandemiejahres die Krise zu spüren bekommen, wie aktuelle Zahlen belegen.

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Im ersten Halbjahr wurden rund 33,2 Millionen Tickets in Deutschland verkauft, wie die Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin am Donnerstag mitteilte. Das war zwar ein Vielfaches mehr als ein Jahr zuvor – damals hatten Filmtheater wegen des Coronavirus weitgehend geschlossen -, aber es sind noch immer weniger als vor der Pandemie.

Damals waren im ersten Halbjahr 2019 noch rund 53,7 Millionen Karten verkauft worden. Drei Jahre später sind es also rund 20 Millionen Tickets weniger gewesen. Das entspricht einem Minus von 38,1 Prozent. Die Branche machte mit 305,7 Millionen Euro auch weniger Umsatz als im Vergleichszeitraum 2019 (-33,8 Prozent).

„Auf den ersten Blick sind das schlechte Zahlen, aber es gibt Hoffnung“, teilte Vorstand Peter Dinges mit. „Hatten wir von Januar bis Mai im Vergleich zu 2019 bei den Ticketverkäufen deutliche Verluste, konnte im Juni sogar ein kleines Plus von 2,3 Prozent erreicht werden. Die Umsätze sind im Juni sogar um 14,2 Prozent gestiegen.“ Das liege zum Teil an höheren Eintrittspreisen.

Der Kinobesuch ist laut Statistik nämlich etwas teurer geworden. Vor Beginn der Pandemie kostete ein Ticket im ersten Halbjahr 2019 im Schnitt 8,60 Euro – im ersten Halbjahr 2022 waren es 9,21 Euro. Zwischenzeitlich waren die Preise etwas gesunken.

Zu Beginn der Krise war befürchtet worden, dass viele Kinos dauerhaft schließen werden. Das zeigt sich in der Statistik aber nicht. «Vorerst erleichtert können wir feststellen, dass die Kinobranche die Pandemie bis jetzt ganz gut überstanden hat», teilte Dinges mit. Die staatlichen Hilfen hätten gut funktioniert. Wie es nach dem Auslaufen der Hilfen weitergehe, müsse sich zeigen.

Text: dpa/ Redaktion: JN

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88 Kommentare im Forum

  1. Das hat mittlerweile aber nichts mehr mit der Pandemie zu tun sondern liegt daran das die Leute sich diesen Luxus nicht mehr leisten können.
  2. Es läuft einfach nichts was mich interessiert. Ich kann das Problem der Kinos mit drei Worten zusammenfassen: Inhalte! Inhalte! Inhalte!
  3. Das kommt hinzu! Es werden ja kaum noch hochwertige Filme gedreht. Alle schießen sich auf Serien ein.
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