Kleber bleibt beim ZDF – „Spiegel“-Chefredakteur weiter gesucht

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Hamburg – Nach der Entscheidung des „heute-journal“- Moderators Claus Kleber für das ZDF geht die Suche beim Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ nach einem neuen Chefredakteur weiter.

„Ohne Zeitdruck und in Ruhe“ solle die Nachfolge von Stefan Aust geregelt werden, wie eine Sprecherin am Donnerstag mitteilte. Austs Vertrag war nicht über das Jahr 2008 hinaus verlängert worden. Aus Kreisen des Minderheitsgesellschafters Gruner + Jahr (25,5 Prozent) war am Donnerstag zu erfahren, dass man dort zuversichtlich sei, „im Januar eine tragfähige Lösung“ präsentieren zu können.

Kleber erklärte am Mittwochabend über das ZDF, dass das Angebot des „Spiegel“ eine große Ehre für ihn gewesen sei: „Am Ende steht die Überzeugung: Das Fernsehen ist mein Medium.“ Auch die Zuschauer des „heute-journals“ ließ er am Mittwochabend am Schluss seiner Sendung an seiner Entscheidung teilhaben – und zwar doppeldeutig. Der Moderator leitete zu der von ihm verfassten Dokumentation „Amerikas andere Seite“ mit der Bemerkung über: „Sie werden’s erleben: Es geht hier weiter mit mir.“
 
Offen blieb am Donnerstag, ob weiterhin nach einem Aust-Nachfolger außerhalb des Verlags gesucht wird oder eine verlagsinterne Lösung infrage kommt. Verärgerung gibt es bei Gruner + Jahr darüber, dass die Entscheidung der „Spiegel“-Gesellschafter für Kleber als Chefredakteur während der Verhandlungen bekannt wurde. „Das schadet der Marke „Spiegel““, hieß es.
 
Am Spiegel-Verlag ist mehrheitlich die Mitarbeiter KG (50,5 Prozent) beteiligt, die restlichen 24 Prozent gehören den Erben des Magazin-Gründers Rudolf Augstein. [fp]

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