Kohl: „XG-Fast ist gewollt irreführend“

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Mit XG-Fast will die Telekom in Sachen Geschwindigkeit Glasfaser Konkurrenz machen. Für Helmut Kohl, Präsident des Telecom e.V., kann diese Technologie jedoch nicht mit Glasfaser mithalten, zumal die Leistungsfähigkeit von Kupfer am Ende angekommen sei.

Anfang Februar gab die Deutsche Telekom bekannt, dank XG-Fast in Labortests auch über Kupfer Geschwindigkeiten von bis zu 11 Gbit/s erreicht zu haben und damit auch über vorhandene Leitungen Glasfasergeschwindigkeiten erreichen zu können. Für Helmut Kohl, Präsident des Telecom e.V., ist das jedoch Augenwischerei, wie er im Gespräch mit der DF-Schwesterpublikation DIGITAL INSIDER erklärt.
 
So könnten die hohen Geschwindigkeiten nur über sehr kurze Distanzen von50 Metern erzielt werden, was einen Ausbau von Glasfaser bis zumGebäude (FTTB) zur Vorraussetzung machen würde. „G-Fast, mehr aber nochXG-Fast, als Kupfertechniken zu präsentieren, die die weitere Nutzungdes Kupferanschlussnetzes der Telekom ermöglichen, ist gewolltirreführend“, kritisiert Kohl.

Des Weiteren würde die Telekom mit dieser Technologie dem Kunden eine Bandbreitenobergrenze vorschreiben, obwohl der Bedarf bei jedem Kunden anders ausfällt. Da zudem mit dem bisherigen Vectoring-Plan 80 Prozent der Bevölkerung mit Glasfaser bis zu den Verteilern versorgt werden sollen, für XG-Fast jedoch Glasfaser bis zum Gebäude nötig wäre, scheinen solche Aussagen für Kohl „eher Nebelkerzen für die Öffentlichkeit zu sein, die diese glauben machen soll, die Telekom sei mit ihrer Kupferveredelungs-Strategie auf dem richtigen Weg.“
 
Das komplette Interview mit Helmut Kohl lesen Abonnenten in derwerktäglichen Business-to-Business-Publikation DIGITAL INSIDER, die esim Abo unter Heftkaufen.de und per Mobile-App für iOS und Android gibt. [buhl]

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35 Kommentare im Forum

  1. Das einzige irreführende hier an der ganzen Geschichte ist die Berichterstattung von dieser Webseite hier.
  2. ..... Demnach ist die telekom (noch) nicht mitglied in diesem "e.V."... Werden schon wissen warum. Letztlich ist dem kunden egal wie er bandbreite bekommt, hauptsache er bekommt sie. Was die schlauen "kohl"s immer übersehen: Einer muss es bezahlen, der kunde wird es nicht sein, da er volle leistung für kleiben preis erwartet, oder besser gesagt: Von der telekombranche dazu erzogen wurde.
  3. Immer dieser Kohl mit seinem Glasfaserwahn. Natürlich ist Glasfaser noch leistungsfähiger als Kupferkabel, das will auch niemand abstreiten. Hilft allerdings nicht wenn der Ausbau zu teuer wäre und Jahrzehnte dauern würde.
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