Landesmedienanstalten sollen mehr aus Rundfunkbeitrag erhalten

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Michael Theurer, unter anderem Mitglied des Europaparlaments, will eine höhere Beteiligung der Landesmedienanstalten am Rundfunkbeitrag. Mit 250 Millionen mehr soll der Lokaljournalismus unterstützt werden.

Auf einem Symposium des „Fachverband Rundfunk und Breitbandkommunikation“ (FRK) hat Michael Theurer, der im Europaparlament und im Landesvorsitz der FDP Baden-Württemberg sitzt, diverse Vorschläge zur Rettung des Lokaljournalismus gemacht.
 
Den sieht Heinz-Peter Labonte, FRK-Vorsitzender, nämlich auch in Gefahr: „Wir beobachten seit geraumer Zeit einen sich beschleunigenden Rückzug lokaler Printmedien und Rundfunksender aus der Fläche. Dies führt schon mittelfristig zu einer gefährlichen, weil massiven medialen Unterversorgung ländlicher Regionen und Randlagen der Metropolen mit vielfältigen Medien- und Informationsangeboten.“

Mit 250 Millionen Euro mehr aus dem Rundfunkbeitrag sollen die Landesmedienanstalten finanziert werden. Pro Bundesland, das sie vertreten, sollen sie einen Grundbetrag von zehn Millionen Euro erhalten. Die 90 Millionen, die dann noch übrig bleiben, sollen mit 2,25 Euro je deutschem Haushalt an die Anstalten geleitet werden.
 
Dafür sollen die Landesmedienanstalten jedoch auch gesetzlich dazu verpflichtet werden, Kriterien für Qualität und Meinungsfreiheit zu erarbeiten, die bei der Förderung lokaler Medien helfen. Weiterhin soll die Finanzierung des Glasfaserausbaus in ländlichen Gebieten beschleunigt werden, um Medienvielfalt und Meinungsfreiheit sichern zu können. Das helfe seiner Meinung nach auch gegen die Landflucht. 

[jk]

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5 Kommentare im Forum

  1. da hört doch der Käse zu stinken auf. Das Lokale können auch Zeitungen abbilden. Was man als Bürger noch alles zahlen soll. Und die ballern das Geld in die Pensionen der Mitarbeiter und irgendwelchen komischen Förderprojekten, die am Ende kaum was bringen. Find ich keine gute Idee. Man könnte das , wenn gewollt auch über Steuern bezahlen und nicht per Zwangsrundfunkgebühr.
  2. Deutschland verkommt immer mehr zum Selbstbedienungsladen und der Bürger muß wehrlos mitansehen wie sein Geld für Leistungen verteilt wird die er angeblich braucht. Es kommt natürlich keiner auf die Idee vielleicht die Bürger selber entscheiden zu lassen was sie brauchen. Es gehört vieles geschrumpft und nicht aufgebläht.
  3. Ich kann Telefrosch nur zustimmen. Leider auch in anderen wirtschaftlichen oder beruflichen Bereichen.
  4. Wenn man nicht x Landesmedienanstalten behalten würde + stattdessen mal die Zusammenlegung anstrebe, dann gebe es auch mehr Geld für den eigentlichen Journalismus und nicht für die immensen Pensionen der ehemaligen Mitarbeiter und Intendanten.
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