LG Philips schreibt erneut rote Zahlen – und will sparen

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Seoul, Korea – LG Philips wollte ursprünglich schon im vierten Quartal 2006 wieder in der Gewinnzone sein, doch die fallenden Margen im LCD-Markt konnten durch das Einsparprogramm nicht ausgeglichen werden.

So musste die Panel-Kooperation im vierten Quartal 2006 einen Verlust von 147 Millionen Euro hinnehmen – und dies trotz elf Prozent mehr Einnahmen im Vergleich zum dritten Quartal 2006. In absoluten Zahlen sind dies 2,5 Milliarden Euro im vierten Quartal zu vorher 2,3 Milliarden Euro im Herbst 2006.

Damit konnte der Verlust zwar eingedämmt werden – noch im Herbst musste LG Philips knapp 320 Millionen Euro vermelden, dennoch haben die Einsparmaßnahmen nicht den erwarteten Erfolg gezeigt.
 
Trotz einer Kostensenkung um zehn Prozent pro Quadratmeter LCD-Panel, einer Straffung der Lagerhaltung und den Abschluss langfristiger Zuliefererverträge konnte der Preisverfall im LCD-Bereich nicht aufgefangen werden. Bei LG Philips fielen die Preise pro verkauften Quadratmeter im vierten Quartal um drei Prozent, so erzielte der Hersteller nur noch knapp 1 100 Euro pro Quadratmeter LCD-Display.

Und Besserung ist nicht in Sicht: Für das erste Quartal 2007 erwartet das Werk einen weiteres Sinken der Quadratmeterpreise, bei TV-Panels sogar um 16 bis 19 Prozent. Zusätzlich erwartet man einen Rückgang der ausgelieferten Stückzahlen um 13 bis 15 Prozent.
 
Ob die LCD-Hersteller dieser Situation mit ihrem Kosteneinsparprogramm Herr werden können, bleibt abzuwarten. Im ersten Quartal soll die Produktion um fünf Prozent billiger werden, bis Ende des Jahres sollen die jährlich produzierten mehr als zwei Millionen Quadratmeter an Displays sogar um 25 bis 30 Prozent weniger Kosten verursachen. [lf]

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