Liberty verklagt Disney wegen Online-Downloads

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Hollywood – Wegen Lizenzstreitigkeiten hat der Kabelriese Liberty Global den Disney-Konzern verklagt. Blockbuster wie „Pirates of the Caribbean“ und „Cars“ seien zu früh als Online-Download verfügbar gewesen.

Laut Berichten des österreichischen „Standard“ hat Disney über seine Tochter Buena Vista Television die Filme in den Online-Portalen I-Tunes und Walmart.com zum kostenpflichtigen Download angeboten noch bevor sie im Pay-TV zu bestellen waren. Die Liberty-Tochter Starz Entertainment, welche Disney-Filme für das Pay-TV lizenziert, sieht darin eine Verletzung ihrer vertraglich zugesicherten Rechte.

Der Pay-TV-Vertrieb besteht darauf, dass die mit Buena Vista geschlossenen Verträge ganz eindeutig vorsehen, dass die Onlineauswertung der Filmrechte erst nach dem Video-on-Demand-Verkauf erfolgen darf. Buena Vista sieht dies selbstverständlich ganz anders und wirft Starz vor, die Verträge falsch zu interpretieren. Alle Gespräche zwischen den beiden Vertragspartnern sind gescheitert, sodass Starz Entertainment jetzt die Gerichte in Kalifornien um Hilfe angerufen hat.
 
Dieser Rechtsstreit macht deutlich, wie der Online-Vertriebs für die Filmstudios in den letzten Monaten an Wichtigkeit zugenommen hat. Neben der stark gestiegenen Zahl an Haushalten mit Breitbandinternetanschlüssen ist auch die Zahlungsbereitschaft für Dienste aus dem Internet angewachsen, was der Erfolg von Diensten wie I-Tunes deutlich aufzeigt. [lf]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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