Maßnahmenpaket gegen Korruption beim WDR

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Köln – Um mögliche Fälle von Korruption zu vermeiden, will der Westdeutsche Rundfunk (WDR) ein Maßnahmenpaket zur Vorbeugung schnüren.

Künftig werde es einen Verhaltenskodex für die Mitarbeiter geben, die Einladungen erhalten. Festgeschrieben ist dieser in der nun verschärften Richtlinie zur Annahme von Zuwendungen und Geschenken.

Dabei verlässt sich der WDR allerdings nicht nur auf Papier. Die Landesrundfunkanstalt setzt einen Korruptionsbeauftragen ein. Übernommen wird diese Funktion von Christoph Hagen. Wie der WDR in einer Pressemitteilung erklärte, werde Hagen Hinweisen auf Bestechung und Bestechlichkeit innerhalb der Rundfunkanstalt nachgehen.
 
Um mögliche Hinweise auf Vergehen gegen die Vorschriften entgegen zu nehmen, setzt der WDR einen externen Ombudsmann ein. In diese Rolle schlüpft Axel Groeger, ein Anwalt aus Bonn, der neutraler Ansprechpartner sein soll.
 
„Es gibt keinen Anlass, aber wir wollen mit den Maßnahmen vorsorglich sicherstellen, dass wir auch in Zukunft kein Problem bekommen. Die neuen Regeln sorgen darüber hinaus für noch mehr Transparenz und untermauern unsere journalistische Glaubwürdigkeit“, erklärte Piel. [ft]

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6 Kommentare im Forum

  1. AW: Maßnahmenpaket gegen Korruption beim WDR Find ich gut. Freiwillige Selbstkontrolle kann doch nicht schlecht sein, oder?
  2. AW: Maßnahmenpaket gegen Korruption beim WDR Nicht schlecht, dass der WDR dies einführt, hoffentlich geht er damit keinen Alleingang und andere Rundfunkanstalten folgen diesem Beispiel. Jedoch muss man auch sagen: Das, was der WDR heute einführt, haben viele Großkonzerne und öffentliche Einrichtungen schon seit Jahrzehnte in gleicher oder ähnlicher Weise. Also ist dieser Schritt so rühmlich nicht unbedingt - aber auf jeden Fall begrüßenswert.
  3. AW: Maßnahmenpaket gegen Korruption beim WDR Das machen die, weil bald der Prozeß gegen den Ex-Sportchef des MDR losgeht und dann die ganze Geschichte wieder in die Presse kommt. Da die Geschichte schon vor über 2 Jahren passiert ist stellt sich eher die Frage, wieso erst jetzt interne Maßnahmen ergriffen werden.
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