MDR bekommt neues Defizit genehmigt

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Der Rundfunkrat des MDR hat den Haushalt des Mitteldeutschen Rundfunk für das Jahr 2014 genehmigt. Das geplante Defizit liegt dabei mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Der MDR rechnet für das Jahr 2014 mit einem Haushaltsdefizit von 29,1 Millionen Euro. Das geht aus dem Wirtschaftsplan 2014 hervor, der am Montag in Leipzip vom MDR-Rundfunkrat genehmigt wurde. Den geplanten Erträgen aus den Rundfunkbeiträgen von 570,6 Millionen Euro (2,4 Millionen mehr als noch im Vorjahr) stehen geplante Ausgaben von 599,7 Millionen Euro entegegen. Das errechnete Defizit soll vollständig aus Rücklagen des MDR gedeckt werden. Für 2013 hatte das geplante Defizit bei 13,2 Millionen Euro gelegen. Das strukturelle Defizit des MDR soll bis 2017 beseitigt sein.

Die Ursachen für die gesteigene Kostenprognose beim MDR liegen hauptsächlich im Bereich der Gemeinschaftssendungen sowie geimeinsamen Einrichtungen und Aufgaben mit den Landesrundfunkanstalten. Allein hier sollen 14 Millionen Euro mehr als 2013 anfallen. Die anteiligen Aufwendungen seien 2014 wegen sportlichen Großereignissen, wie den Olympischen Spielen und der Fußball-Weltmeisterschaft, auf im Bereich der Lizenz- und Produktionskosten gestiegen.
 
Bei der Vorstellung der Zahlen wies MDR-Intendantin Karola Wille darauf hin, dass auch für 2014 als zweites Jahr der neuen Beitragsperiode noch keine belastbaren Zahlen vorliegen würden. Alle Auswirkungen der Umstellungen auf den neuen Rundfunkbeitrag seien erst nach Abschluss der Umstellung verlässlich ermittelbar, so Wille. Deshalb wird es erst nach der Abrechnung des Jahres 2014 Gewissheit über die tatsächlichen Beitragseinnahmen geben. 

[hjv]

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