MDR Rundfunkratsvorsitzender: ÖR müssen staatsfern bleiben

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Im Zuge der anstehenden Intendantenwahl am 26. September hat der MDR-Rundfunkratsvorsitzende Johannes Jenichen betont, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk staatsfern bleiben müsse. Vor allem im Hinblick auf die DDR-Geschichte sei der Grundsatz der Unabhängigkeit von entscheidender Bedeutung.

Die Öffentlich-Rechtlichen dürften sich weder nach den Interessen des Staates richten, noch von gesellschaftlichen Gruppen vereinnahmen lassen, sagte Jenichen in einem vorab veröffentlichten Interview mit der Wochenzeitung“Der Sonntag“. Bei der Intendantenwahl beim MDR sollten die Rundfunkräte „nach besten Wissen und Gewissen“ entscheiden. Wie der evangelische Superintendent erklärte, gebe es zwar einige Absprachen im Rat, der Großteil der Mitglieder wäre aber nicht an eine bestimmte Partei gebunden.

Jenichen hatte als Nachfolger des scheidenden Intendanten Udo Reiter den Chefredakteur der „Leipziger Volkszeitung“, Bernd Hilder, vorgeschlagen. Das Ergebnis sei noch offen. Viele Mitglieder des Rundfunkrates hätten ihre Zustimmung signalisiert, weitere würde erst nach der persönlichen Vorstellung Hilders vor der Wahl entscheiden. [rh]

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4 Kommentare im Forum

  1. AW: MDR Rundfunkratsvorsitzender: ÖR müssen staatsfern bleiben Oh, Herr Jenichen, man hört es gern, allein, mir fehlt der Glaube! Zu diesem Thema paßt doch hervorragend ein TAZ-Artikel von gestern: http://www.taz.de/ARD-pocht-auf-Unabhaengigkeit-des-MDR/!78106/ Ist es nicht ihr Gremium, dass Regelungen des Staatsvertrages umge***, oder oh nein, sagen wir großzügig interpretieren will, um den politisch gewollten Kandidaten notfalls erst im xten Wahlgang duchzudrücken!? Ist es nicht ein unter Ihrer Aufsicht stehender Noch-Intendant, der behauptet, durch Fohts Tun wäre dem Sender kein finanzieller Schaden entstanden? Und ein politisch eingesetzter Neu-Intendant, der über Null Management-Erfahrung in einer trimedialen Großmedienanstalt verfügt und bei dem so lange gewählt werden soll, bis die letzten Gegner endlich eingeschlafen oder zu lange aufs Klo gegangen sind, soll binnen kurzer Zeit den Sender reformieren und zukünftige Skandale ausschließen? Da muß man aber schon ganz schön auf Gott vertrauen, Herr Jenichen! Wenn sie wirklich das meinen, was im DF-Artikel steht, dann lassen sie nur 1x abstimmen, enweder ist der Kandidat dann demokratisch legitimiert, oder er ist durchgefallen. Andernfalls ist Hilder zu beschädigt. Und wenn ich mich recht erinnere, selbst zu DDR-Zeit wurde nur einmal gewählt...
  2. AW: MDR Rundfunkratsvorsitzender: ÖR müssen staatsfern bleiben Um staatsfern zu bleiben, muss der ÖRR erstmal staatsfern WERDEN!
  3. AW: MDR Rundfunkratsvorsitzender: ÖR müssen staatsfern bleiben MDR und staatsfern? Der Laden ist doch von vorne bis hinten geschmiert und stasiverseucht....
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