Medientage München: Astra kündigt Hybrid-Boxen an

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Auf den 20. Medientagen München hat Ferndinand Kayser, CEO und Präsident von SES Astra, hybride Set-Top-Boxen für Sat- und Internetempfang angekündigt.

Kayser wolle die Entwicklung solcher Boxen unterstützen. Der Luxemburger rechnet damit, dass solche Empfangsgeräte in ein bis zwei Jahren auf den Markt kommen werden. Sie sollen sowohl für digitales Satellitenfernsehen als auch für TV-Programme, die über das Internet verbreitet werden, geeignet sein.

Auf der so genannten Elefantenrunde zur Eröffnung der Medientage sprach Kayser auch die geplante Sat-Verschlüsselung der Privatsender an. Er betonte unisono mit Guillaume dePosh, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG, dass die Adressierbarkeit die unerlässliche Voraussetzung sei, damit sich der Satellit im Wettbewerb mit Kabel und Internet behaupten könne. „Ohne Adressierbarkeit können wir den Satelliten in Zukunft nicht nutzen“, erklärte dePosh. Ob ProSiebenSat.1 ebenso wie RTL auf die Entavio-Plattform gehe, ließ dePosh offen. Er werde die Entscheidung des Bundeskartellamts abwarten. Der Belgier rechnet in zwei bis drei Monaten mit einer Entscheidung der Kartellwächter.
 
In diesem Zusammenhang plädierte Premiere-Vorstandsvorsitzender Georg Kofler für einen fairen und gerechten Zugang zum Endkunden für alle Programmanbieter. Das „Erpressungspotenzial“ müsse durch Regulierung aufgehoben werden. ARD-Intendant Thomas Gruber bezeichnete hingegen die Sat-Verschlüsselung nicht als Geschäfts- sondern als neues Inkassomodell. [sch]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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