Mehreinnahmen für ARD und ZDF – VPRT fordert Werbeverzicht

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Angesichts der von der zu erwarteten Mehreinnahmen aus den Rundfunkgebühren, die die Kef mittlerweile bestätigt hat, fordert der VPRT nun konkrete Schritte zu einer Werbereduzierung bei ARD und ZDF.

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs für die Rundfunkanstalten (KEF) hat in ihrem am Mittwoch veröffentlichten 19. Bericht die erwarteten Mehreinnahmen für ARD, ZDF und Deutschlandradio von etwas mehr als einer Milliarde Euro bestätigt. Während die KEF angesichts der höheren Einnahmen im Zuge der Umstellung auf den neuen Rundfunkbeitrag eine Senkung des Rundfunkbeitrages um 73 Cent im Monat empfiehlt, fordert der Privatsenderverband VPRT eine Reduzierung der Werbung bei den Öffentlich-Rechtlichen.

Noch am Mittwoch meldete sich der Verbandsvorsitzende Tobias Schmid zu Wort und merkte an, dass nun der richtige Zeitpunkt sei, um über eine Reduzierung des Werbeangebots bei den öffentlich-rechtlichen Sendern zu sprechen.“Den lange angekündigten Schritt zu weniger Werbung zu vollziehen würde sowohl den privaten Medien im Wettbewerb helfen als auch das Programmprofil der öffentlich-rechtlichen Programme schärfen“, so der VPRT-Vorsitzende. Bereits seit längerem fordern die Privatsender etwa eine Begrenzung der Radiowerbung auf den Hörfunkwellen der ARD. Diese sollte, ähnlich wie es beim NDR bereits praktiziert wird, auf 60 Minuten werktäglich beschränkt werden. Doch auch im TV-Bereich könnte laut VPRT nun eine Werbereduzierung erfolgen.
 
Bei ARD und ZDF selbst scheint derzeit wenig Bereitschaft dafür zu bestehen, das Werbeangebot zu reduzieren. Analog zur KEF argumentieren die Rundfunkanstalten, dass die erwarteten Mehreinnahmen aus dem Rundfunkbeitrag als Rücklagen für die Zukunft angespart werden sollten und/oder eine Beitragssenkung stattfinden sollte. [ps]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

8 Kommentare im Forum

  1. AW: Mehreinnahmen für ARD und ZDF - VPRT fordert Werbeverzicht na diesmal liege ich erstmals auf einer Linie mit dem VPRT. Statt Senkung der Abgabe hätte der Werbeanteil um 50% zurückgefahren werden sollen. Das bringt weit mehr als 73 Cent im Monat. Das reicht ja nicht mal für einen Cappu extra.
  2. AW: Mehreinnahmen für ARD und ZDF - VPRT fordert Werbeverzicht Der VPRT will also, dass der Gebührenzahler mehr zahlt als eigentlich nötig ist? Wie wäre es stattdessen mal mit kreativen Vorschlägen, von denen alle Seiten profitieren: Die ÖR und privaten Sender schließen einen Vertrag, in dem die ÖR auf Werbung verzichten und erhalten dafür einen bestimmten Betrag von den Privatsendern pro Jahr. Aber nein, lieber doch nicht. Denn dann würde es ja auch keine solch schönen Pressemitteilungen des VPRT mehr geben. Die sind in ihrem Pawlow-Style doch witziger als die meisten Comedy-Formate auf den Privatsendern ;-)
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