Mehrkosten beim Rundfunkbeitrag: ARD betreibt Ursachenforschung

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Seit der Einführung des neuen Rundfunkbeitrags klagen zahlreiche Städte und Kommunen über erhebliche Mehrbelastungen. Doch wo kommen diese her? Mit Hilfe einer Analyse will die ARD dem Problem nun auf den Grund gehen.

Die Umstellung auf den neuen Rundfunkbeitrag verlief seit Anfang des Jahres alles andere als reibungslos. Neben Privatpersonen und Unternehmen liefen vor allem auch zahlreiche Kommunen gegen die reformierte Gebühr Sturm, die mit erheblichen Mehrbelastungen für ihre ohnehin schon klammen Kassen rechnen. Von Beiträgen in bis zu 13-facher Höhe war die Rede. Die Empörung über ein solchungerechtes Finanzierungsmodell war groß, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten versprachen den Kommunen Unterstützung.

Nun soll eine Analyse durch ein unabhängiges Wirtschaftsinstitut klären, welche strukturellen und prozessualen Faktoren für die finanzielle Belastung verantwortlich sind, wie die ARD am Freitag bekannt gab. Die kommunalen Spitzenverbände und die ARD haben sich gemeinsam dazu entschlossen, diese Gründe zu untersuchen, um so das empirische Datenmaterial zu schaffen, auf deren Grundlage eventuell notwendigeEntscheidungen getroffen werden können.
 
„Die Rundfunkanstalten haben keinerlei Interesse an einer unzumutbaren Mehrbelastung der Kommunen. Ohne empirische Daten ist es aber nicht möglich, sachgerechte Schlüsse zu ziehen“, bekräftigte SWR-Intendant Peter Boudgoust. Die Ergebnisse dieser Analyse sollen schließlich in die vorgesehene Evaluierung des neuen Rundfunkbeitrags einfließen. [fm]

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23 Kommentare im Forum

  1. AW: Mehrkosten beim Rundfunkbeitrag: ARD betreibt Ursachenforschung Haltet den Dieb! Was war der gute Herr Boudgoust im früheren Leben? Propagandaminister im Irak? Der will doch nicht allen Ernstes behaupten, dass die Abzocker nicht vorher durchgerechnet haben, welche entsprechenden Mehreinnahmen aus welchen Kanälen sprudeln? Bildzeitungsniveau! Soviel zur Seriosität des Staatsfernsehens hierzulande..
  2. AW: Mehrkosten beim Rundfunkbeitrag: ARD betreibt Ursachenforschung Wenn man bedenkt, dass die Arbeitnehmer auch bereits den Beitrag zahlen. Vielleicht kann man den Beitrag ja doch auf 5 € im Monat senken und endlich die Gezapo verkleinern.
  3. AW: Mehrkosten beim Rundfunkbeitrag: ARD betreibt Ursachenforschung Ehrlich gesagt glaube ich, dass die Städte und Gemeinden früher nur deshalb geringere Rundfunkgebühren gezahlt haben, da sie die Geräte einfach nicht angemeldet haben. Diese "Weinerei", nachdem der Staatsvertrag nun ja schon einige Zeit geändert ist, finde ich mehr als albern. Bei einer vernünftigen Finanzplanung hätte man sich spätestens letztes Jahr darüber Gedanken machen müssen, wie hoch der Beitrag tatsächlich ist. Auch die Aussage, dass man selbst nicht weiß, wieviele Dienststellen man hat ist nun mehr als merkwürdig. Vielleicht entdecken sie ja dann bei der Feststellung der Gebühren noch einen Standort, den man schon lange nicht mehr braucht.
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