Mutmacher für Deutschland: Primacom

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Die Primacom AG ist einer der größten deutschen Kabelnetzbetreiber, der nicht aus der Deutschen Telekom hervorging. Nach Mainz ist Leipzig zweitwichtigster Sitz der Primacom. Dort sprach DF mit Thomas Eibeck, dem Regionalleiter für die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Herr Eibeck, warum hält die Primacom am Standort Deutschland fest?

Eibeck: Weil hier unsere Kunden und unser Markt sind. Es ist nicht nur fair, sondern auch mehr als notwendig, den Menschen in Deutschland die Arbeit zu geben.

Was muss in Deutschland besser werden, damit mehr Arbeitsplätze entstehen?

Eibeck: Eine Flexibilisierung des Arbeitsrechts ist dringend notwendig, damit kurzfristige Einstellungen möglich sind.

Wie viele neue Jobs haben Sie im letzten Jahr geschaffen? Wie viele werden Sie in diesem Jahr schaffen?

Eibeck: Für uns steht die Erhaltung von Arbeitsplätzen an erster Stelle. Seit Anfang des Jahres haben wir zusätzlich 22 Arbeitsplätze bereitgestellt und seit 2001 30 junge Leute ausgebildet. Sieben neue Ausbildungsplätze wurden allein in diesem Jahr geschaffen. Auch das sind junge Menschen, die später in unserem Unternehmen einen Arbeitsplatz finden.

Warum ist gerade Ihr Unternehmen hierzulande so erfolgreich tätig?

Eibeck: Wir sind in unsere Branche ein Vorreiter bei der Nutzung innovativer Technologien. Weiterhin besitz unser Unternehmen eine flache Hierarchie, die schnelle Entscheidungen ermöglicht. Unsere Produkte werden sehr gut angenommen, weil sie sich am Kunden orientieren.

Was sagen Sie ständigen Zweiflern und Nörglern in der „Standort-Deutschland-Debatte“?

Eibeck: Wir müssen das Zukunftspotential unseres Landes sehen und aufhören, uns mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Nur proaktives Handeln ist ein Erfolgsgarant.

Herr Eibeck, bitte ergänzen Sie die folgenden Halbsätze: Deutschland ist ein toller Standort, weil…

Eibeck: …wir gut ausgebildete und motivierte Leute haben. Außerdem haben wir alle über 15 Jahre einen Wandlungsprozess vollzogen, der wohl einzigartig in der Welt ist. Dies spricht eindeutig für die Menschen in Deutschland.

Wenn Frau Merkel Kanzlerin wird, dann…

Eibeck: …sollte sie ihre ostdeutsche Wurzeln nicht vergessen.

Wenn Herr Schröder Kanzler bleibt, dann…

Eibeck: …wird dies für ihn die allerletzte Chance sein, seine vollmundigen Versprechungen in die Tat umzusetzen.

Die drei wichtigsten Dinge, die es in Deutschland anzupacken gilt, sind…

Eibeck: …die Verringerung der Staatsquote, die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und die Deregulierung in der Telekommunikationslandschaft.

Wenn die zum Aufschwung notwendigen Reformen umgesetzt werden, dann…

Eibeck: …hat Deutschland die Rückkehr an die Weltspitze geschafft.

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In Deutschland gibt es immer noch Unternehmen, die von hier aus erfolgreich sind. Um diesen Firmen ein Gehör zu verschaffen, hat DIGITAL FERNSEHEN zusammen mit den Schwesterpublikationen des Auerbach Verlags die Aktion „Mutmacher für Deutschland“ ins Leben gerufen. [ak]

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  • Medien_Maerkte_Artikelbild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com

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