N-TV tief in den roten Zahlen – knapp 6 Millionen Euro Verlust

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Kein Land in Sicht: Der Nachrichtenkanal N-TV hat auch im Geschäftsjahr 2010 den Weg aus den roten Zahlen nicht gefunden. Der zur RTL-Gruppe gehörende Sender verzeichnete einen Verlust von knapp 6 Millionen Euro.

Aus dem aktuell im „elektronischen Bundesanzeiger“ veröffentlichten Jahresabschlussbericht für 2010 geht hervor, dass der Nachrichtenkanal 5,962 Millionen Euro Schulden erwirtschaftet hatte, obwohl Umsätze von 50,973 Millionen Euro verbucht werden konnten (2009: 43,071 Millionen Euro). Trotz den tiefroten Zahlen, bleibt positiv anzumerken, dass N-TV seine Schulden um fast die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr verringern konnte. 2009 hatte der Sender noch 9,768 Millionen Euro Verlust eingefahren.

Die Verbesserung des Bilanz lasse sich vorallem auf die sich erholende Werbewirtschaft zurückführen. Insgesamt sei der Bruttowerbemarkt in 2010 um 11,0 Prozent auf 25,0 Milliarden Euro geklettert. Der TV-Werbemarkt verbuchte mit 43,6 Prozent Marktanteil und zirka 10,9 Milliarden Euro von allen Mediengattungen die höchsten Werbeumsätze. Davon profitierte auch der Nachrichtensender, der seine Bruttowerbeerlöse um 19,1 Prozent von 74 Millionen Euro im Vorjahr auf 88 Millionen in 2010 steigern konnte.
 
Die Reichweite von N-TV blieb über das Jahr 2010 hin in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen stabil bei 1,0 Prozent. Der zu RTL-gehörende Sender, der im Dezember 2010 von 32,22 Millionen Haushalten (90,8 Prozent) gesehen werden konnte, erreichte zudem in der ebenfalls relevanten Zielgruppe der Männer über 14 Jahre einen Marktanteil von 1,4 Prozent. Bei den sogenannten „Entscheidern“ erreichte N-TV 1,5 Prozent Sehbeteiligung und konnte seine Reichweite vom Vorjahr damitsteigern (2009: 1,3 Prozent).
 
Erst kürzlich hatte sich N-TV für die diesjährige Jahresbilanz vorsichtig optimistisch gezeigt. „Wir bewegen uns schneller in Richtung schwarzer Zahlen als ursprünglich erwartet“, sagte N-TV-Chef Hans Demmel. Ob es der Kölner Sender bereits im laufenden Geschäftsjahr in die schwarzen Zahlen schafft, ist jedoch bisher noch ungewiss (DIGITALFERNSEHEN.de berichtete). [js]

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18 Kommentare im Forum

  1. AW: N-TV tief in den roten Zahlen - knapp 6 Millionen Euro Verlust Tja, liegt wohl daran dass man, wenn man einen Nachrichtensender einschaltet, dann auch Nachrichten sehen möchte. Und nicht die Xte Wiederholung von Dokus. Ansonsten benennt den Sender in d-24 um. Das N ist ja da voll fehl am Platz.
  2. AW: N-TV tief in den roten Zahlen - knapp 6 Millionen Euro Verlust und das wird sich wohl mit HD+ nicht verbessern!
  3. AW: N-TV tief in den roten Zahlen - knapp 6 Millionen Euro Verlust N-TV der Nachrichtenkanal ohne Nachrichten. Was am meisten bei diesen "Nachrichtensendern" stört ist das Breaking News immer nur als Ticker gezeigt werden, darüber berichtet wird erst Stunden später wie z.B im Fall der Exekution von Troy Davis, CNN und andere auslandsprachige Sender waren Live dabei nur die deutschen wieder nicht.
  4. AW: N-TV tief in den roten Zahlen - knapp 6 Millionen Euro Verlust Ich möchte bei einer Exekution auch nicht live dabei sein. Nur am Rande. Wird Zeit das es mal auf der Welt wieder richtig Knallt. Dann haben die auch was zu berichten. Oder die machen das so wie in Brasilien der eine Nachrichtensender.- Selber die Verbrecher an heuern, und dann exklusiv berichten.
  5. AW: N-TV tief in den roten Zahlen - knapp 6 Millionen Euro Verlust Das 24 auch, es geht hier ja um n-tv ;O) @ w00pw00p Wieviel Leute interessiert das in Deutschland? Wirkliche Nachrichten sind Teuer, sehr Teuer. Ausser Ticker-Meldungen weiter geben und die wichtigsten Aufreisser des Tages 3min. in Bildern zusammengefasst bringt doch keiner der zwei Sender auf die Reihe. n-tv vor 20 Jahren, das war noch investigativ. Das einizge was heute aufgespürt wird ist die Unterhosenfarbe der möchtegern Stars. Moderatoren so Charmant wie diese unsägliche dauerbesoffene Ina (?) vom ndr. Anja Wolf, das war ne Nachrichtenlady. Noch dazu diese schlechte Bild & Tonquali bei n-tv. Teilweise wie aus nem Container per ISDN.
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