Nach Kurseinbruch: Apple kauft im großen Stil Aktien zurück

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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Vom Aktien-Einbruch nach den neuen Quartalszahlen überrascht hat sich Apple dazu entschieden, seinen Aktien-Rückkauf zu beschleunigen – und das im großen Stil. Bereits 14 Millionen Dollar hat der Konzern dafür in die Hand genommen. Für einen Milliarden-Geldberg sieht Apple dagegen andere Zwecke.

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Apple hat den Kurs-Knick nach den jüngsten Quartalszahlen für einen beschleunigten Rückkauf eigener Aktien genutzt. Seitdem seien Anteile im Wert von 14 Milliarden Dollar erworben worden, sagte Konzernchef Tim Cook dem „Wall Street Journal“. Apple wolle damit den Glauben an die eigene Zukunft demonstrieren: „Das bedeutet, dass wir auf Apple wetten. Das bedeutet, dass wir wirklich überzeugt davon sind, was wir machen und was wir noch planen.“

Die Apple-Aktie hatte nach Vorlage der Zahlen zum Weihnachtsquartal rund acht Prozent verloren, das habe Apple „überrascht“, sagte Cook. Das Papier notiert derzeit fast ein Drittel unter dem Höchststand von September 2012, weil das Unternehmen den Börsianern zu langsam wächst und seit dem iPad keine neue Produktklasse vorgestellt hat. Milliardär Carl Icahn hat sich bei Apple eingekauft und macht Front für einen noch größeren Aktienrückkauf, der den Kurs nach oben treiben könnte. Apple solle weitere 50 Milliarden Dollar aufbringen und dafür die Geldreserven von zuletzt rund 160 Milliarden Dollar einsetzen, fordert er.
 
Cook verteidigte die bisherige Apple-Politik, das Geld zu horten. „Wir könnten morgen eine riesige Firma sehen, die wir kaufen wollen – oder im Aktienmarkt könnte etwas unvorhersehbares passieren“, argumentierte er. Apple wolle an die langfristigen Interessen der Aktionäre denken.
 
Apple hatte bisher eher kleinere Firmen für maximal einige hundert Millionen Dollar gekauft. Das müsse nicht so bleiben, sagte Cook. Apple habe sich auch große Übernahmeziele angesehen. „Wir haben kein Probleme damit, einen zehnstelligen Betrag für das richtige Unternehmen auszugeben.“
 
Der Apple-Chef gab das Interview wenige Wochen vor der Hauptversammlung am 28. Februar, bei der Icahn seinen Forderungen Nachdruck verleihen will. Der Konzern wehrt sich gegen einen größeren Aktienrückkauf unter anderem mit dem Hinweis darauf, dass der Milliarden-Geldberg größtenteils in Europa gelagert wird und bei einer Überführung in die USA hohe Steuern fällig würden.
 
Cook zufolge hat Apple nunmehr in den vergangenen zwölf Monaten Anteilsscheine im Wert von mehr als 40 Milliarden Dollar zurückgekauft. Insgesamt war zuletzt ein Volumen von 60 Milliarden vorgegeben. Zugleich kündigte Cook eine Anpassung des Rückkauf-Programms im März oder April an.
 
Apple hatte im Weihnachtsquartal zwar mehr iPhones und iPads als jemals zuvor verkauft, aber das Geschäft wuchs langsamer als früher. Zudem stagnierte der Gewinn. [dpa/fm]

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