Nach SPD-Beschwerde: MDR entfernt Beitrag aus Mediathek

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Bild: © Phongphan Supphakank - Fotolia.com
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MDR-Intendantin Karola Wille steht nach der Entfernung eines Beitrags aus der Mediathek des Senders in der Kritik. Der Film thematisiert die Unterwanderung der Leipziger SPD durch eine Gruppe mutmaßlicher Islamisten.

Im MDR heißt es, Wille habe sich damit dem Druck der Partei gebeugt. Der Leipziger SPD-Chef Michael Clobes hatte dem MDR zuvor in einem Brief Desinformation vorgeworfen, berichtet des Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

Der Beitrag, der Ende Juni im Magazin „exakt“ ausgestrahlt wurde, schildert, wie Kader der Bewegung des muslimischen Predigers Fethullah Gülen versuchen, Einfluss auf die Jusos in Leipzig zu nehmen. Die Gülen-Bewegung gibt sich nach außen moderat, Aussteiger berichten hingegen von sektenähnlichen Strukturen.
 
MDR-Chefin Wille verteidigte im August in einem Antwortschreiben an die SPD die Arbeit ihrer Redakteure. Diese hätten in „einwandfreier Weise“ berichtet. Trotzdem habe der MDR „entschieden, den Beitrag nicht nochmals zu wiederholen und auch aus der Mediathek zu entfernen“.
 
Laut einem MDR-Sprecher hatte die Juristische Direktion des Senders an dem Beitrag rechtlich nichts zu beanstanden. Die Entfernung aus der Mediathek habe sie infolge „mehrerer Beschwerden“ jedoch empfohlen, „um einer weiteren Eskalation entgegenzuwirken“. [fp]

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20 Kommentare im Forum

  1. AW: Nach SPD-Beschwerde: MDR entfernt Beitrag aus Mediathek Richtig so SPD! Was nicht sein darf, darf der MDR auch nicht publik machen! Schade Frau Wille, etwas mehr Gegenwehr hätte allen gut getan.
  2. AW: Nach SPD-Beschwerde: MDR entfernt Beitrag aus Mediathek Die Ossis scheinen SPD immer noch mit SED zu verwechseln. Was vor einigen Jahren noch Gang und Gebe war, sollte inzwischen nicht mehr gelten. Wenn die SPD sich beschwert, dann heißt das noch lange nicht, daß man kleinbei geben muß. Politik und Medien, das paßt einfach nicht zusammen. Frau Wille, bewerben Sie sich beim ORF. Die freuen sich über jeden Angestellten, der sich für die Politik sogar nackig macht.
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