Neue ARD-Programmdirektorin will mehr Serien wie „Babylon Berlin“

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Babylon Berlin © X Filme Creative Pool GmbH/ARD Degeto Film GmbH/Sky Deutschland/WDR/Beta Film GmbH 2020 © Foto Joachim Gern
© X Filme Creative Pool GmbH/ARD Degeto Film GmbH/Sky Deutschland/WDR/Beta Film GmbH 2020 © Foto Joachim Gern

Um mit der internationalen Konkurrenz mithalten zu können, scheint die ARD künftig mehr auf Großproduktionen im Serienbereich setzen zu wollen, zumindest wenn es nach der neuen Programmdirektorin Christine Strobl geht.

Die künftige ARD-Programmdirektorin Christine Strobl will nach dem weltweiten Serienerfolg „Babylon Berlin“ regelmäßig mit solchen Formaten anknüpfen. „Ich glaube, wir brauchen ein bis zwei Formate dieser Größenordnung pro Jahr“, sagte die 49-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Strobl wird zum 1. Mai den Posten der ARD-Programmdirektorin als Nachfolgerin von Volker Herres übernehmen, der vorzeitig Ende April aufhört. Strobl verantwortete bisher viele Jahre die ARD-Spielfilmtochter Degeto. Künftig wird sie für das Erste Deutsche Fernsehen und die ARD-Mediathek zuständig sein.

Die 49-Jährige sagte: „‚Babylon Berlin‚ war der erste Schritt hin zu international konkurrenzfähigen Serien-Projekten. Ich glaube, dass wir regelmäßig diese Art von Programmen brauchen.“ Die 1920er-Jahre-Serie habe sehr geholfen für künftige internationale Finanzierungen. „Wenn Sie sagen: ‚Wir haben ‚Babylon Berlin‘ gemacht‘, dann hört Ihnen jemand in der Welt zu. Wir werden es nicht aus Deutschland heraus schaffen, große Serien alleine zu finanzieren.“

Fokus auf Großereignisse in der ARD

Strobl will in ihrer neuen Rolle auch Impulse für die Live-Berichterstattung bei Großereignissen setzen. Die ARD müsse sich noch stärker im Verbund verzahnen, sagte sie. „Wenn etwas von einer außergewöhnlichen Tragweite passiert, sind wir da. Wir müssen noch präziser darauf achten, dass wir den Menschen, die vielleicht ihre geliebte Serie im Ersten anschauen, sehr schnell sagen: Achtung, es passiert gerade was Wichtiges in der Welt.“ Strobl erläuterte weiter: „Sie sollten den klaren Hinweis bekommen, wo sie sich im ARD-Verbund informieren können. Bei einer bestimmten Bedeutung des Ereignisses wünsche ich mir auch, dass wir im Ersten sehr schnell live dabei sind.“

„Babylon Berlin“ gibt es derzeit in der ARD-Mediathek sowie bei Sky zu sehen.

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Text: dpa/ Redaktion: JN

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  • Babylon-Berlin_Staffel3: © X Filme Creative Pool GmbH/ARD Degeto Film GmbH/Sky Deutschland/WDR/Beta Film GmbH 2020 © Foto Joachim Gern

18 Kommentare im Forum

  1. Frau Strobl darf sich auch gerne gegen die Filmkastration wenden. Der Nachspann ist ein unabdingbarer Bestandteil eines Films, beinhaltet er doch wichtige Informationen und lässt dem Zuschauer Zeit sich zu sammeln und ggf. auch zu erholen. Die blaue Tafel ist eine stilistische Frechheit und ein Schlag ins Gesicht eines jeden Zuschauers, das gilt auch für die ach so wichtige Eigenwerbung im Film.
  2. Jetzt konkurriert die ARD schon mit internationalen Sendern! Bloß kämpfen, liebe ARD, sonst geht euch noch Geld verloren, wenn ein deutscher Zuschauer den internationalen Sender einschaltet ... Ach nee, der Haushaltsbeitrag bzw. die Zuwendung daraus an die ARD bleibt gleich. :sick: Mal eben übersetzen: Noch mehr Pling-Plong und Einblendewut. Danke. Ich gehe zu Netflix!
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